Zeche
Minister Achenbach
1897
- 1992

Im
Jahre 1870 , die Brambauerschaft bei Mengede war eine kleine verschlafene
Bauernschaft mit gerade 500 Einwohnern und 15 Bauernhöfen , wurden
die ersten Bohrtürme zur Mutung auf Steinkohle errichtet . Man
wurde bei ca.370 m Teufe fündig , und es wurden die 5 Steinkohlenfelder
Gretchen , Martha , Max , Paula und Olga gemutet und verliehen . Diese
5 Felder wurden am 8.Jan./3.Febr. 1875 zum Bergwerk "Friede"
konsolidiert . Eigentümer dieser Felder war der Kommerzienrat
Hermann Gruson aus Buckau bei Magdeburg . Von 1873-1874 wurden in
Brambauer 7 Felder , 4 auf Steinkohle und 3 auf Eisenerz, das in einer
ca.85 cm starken Bohnerzablagerung die unter dem Grünsand lag ,
gemutet und dem Kaufmann Karl Ferdinand Lange aus Neustadt/Magdeburg
verliehen . 1877 wurden diese 7 Felder zu einem Bergwerk unter dem Namen
" Minister Achenbach " konsolidiert (vereinigt ) .

Berechtsamsübersicht Bergwerk Minister
Achenbach
Zur
gleichen Zeit war Heinrich von Achenbach preussischer Handelsminister
. Aufgrund seiner Verdienste für den deutschen Bergbau nannten
die Gründer das neue Bergwerk "Minister Achenbach
" .
Da
zu dieser Zeit die durchschnittliche Verzinsung des im Bergbau eingesetzten
Kapitals von im Jahr 1873 18,2 % auf nur noch 4,5% im Jahr 1875 gesunken
war , konnten sich die Besitzer der Felder in Brambauer nicht dazu entscheiden
,dort Bergbau zu betreiben.Erst im Jahr 1893 mit Gründung des rheinisch-westfälischen
Kohlesyndikat erfolgte eine Belebung und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit
des Bergbaus und der Verzinsung des Kapitals. Die Eigentümer der
beiden Felder "Minister Achenbach" und "Friede"
entschlossen sich nun im Oktober 1896 die beiden Felder zu vereinigen.
Die Bestätigung der Konsolidation wurde vom Oberbergamt Dortmund
am 20.10.1896 per Urkunde ausgehändigt .Das Bergwerk trug nun den
Name"konsolidiertes Steinkohlenbergwerk
Gewerkschaft Minister Achenbach".Das verliehene Grubenfeld
Minister Achenbach war nun 19.682.763 Quadratmeter
= 9 preussische Felder groß.Man beschloss den Bau einer Doppelschachtanlage
.Eigentümer waren der Kaufmann Karl Ferdinand Lange sowie Kommerzienrat
Hermann Gruson .1896
fand die Gründungsversammlung der Gewerkschaft Minister
Achenbach statt , am 3.Februar 1897 die erste Gewerkenversammlung
.
In
diesem Jahr kaufte man dem Gutspächter Rohe aus Mengede 100 Morgen
Wald ab . Man rodete das Gelände , am 2 .August begannen die Abteufarbeiten
für den Schacht 1 der neuen Zeche . Im Februar 1899 erreichte der
Schacht das flözführende Steinkohlengebirge ( Karbon ) bei
ca. 370 m Teufe. Die 150 Mann starke Belegschaft feierte 3 Tage auf
Kosten der Bergwerksgesellschaft . In den beiden Gasthöfen in Brambauer
, Brüggemann ( Jägerhof , Wirt Piepen-Wilm ) und Schulte -
Strathaus, wurde für über 10.000 Mark gegessen und getrunken
.Ca.4000 Mark bei Piepen Wilm und 6000 Mark bei Schulte Strathaus .
Als der Betriebsführer Becker die Zeche bei Schulte Strathaus von
6000 Mark beglich , war er sehr erstaunt , da er mit dem doppelten gerechnet
hatte .
Am
01.11.1900 begann die Kohlenförderung auf Minister Achenbach
, zuerst nur über Schacht 1 . Um die Grube mit frischen Wettern
zu versorgen, aber gleichzeitig die verbrauchte Luft abzuleiten, war
im Schacht mit Genehmigung des Revierbeamten ein Wetterscheider eingebaut.
Zur gleichen Zeit wurde aber schon Schacht 2, seit Juli 1899, geteuft
.Schacht 2 ging 1903 in Betrieb. Die beiden Schächte lagen 80 m
auseinander.Bereits im Laufe des Jahres 1900 kündigte sich eine
Absatzkrise für Kohle an,die auch die junge Zeche Minister Achenbach
vor Probleme stellte .Die Gewerken scheuten sich allerdings vor der
Aufbringung erheblichen Kapitals( Zubuße ) .Deshalb nahmen sie
ein gutes Angebot der Firma Gebrüder Stumm GmbH aus Neunkirchen/Saar
an, die die Kuxe der bisherigen Anteilseigner zu einem guten Preis am
31.August 1901 übernahm .Auf jeden Kux hatten die vorherigen Besitzer
eine Zubuße von 4.700 Mark gezahlt , die neuen Eigentümer
zahlten pro Kux 10.500 Mark .Grund für den Erwerb der Zeche durch
Stumm war, daß man Kokslieferungen für die eigene Hütte
in Lothringen sicherstellen wollte.Aus diesem Grund wurden auch schon
1902 und 1903 mehrere Koksofenbatterien errichtet.Gleichzeitig errichtete
man eine Fabrik für schwefelsauren Ammoniak . 1904 trat die Zeche
dem rheinisch-westfälischen Kohlesyndikat bei , und erwarb sich
dadurch das Recht als "Hüttenzeche", das eigene Werk
im Selbstverbrauch mit Koks zu beliefern.Die jährliche Verkaufsbeteiligung
betrug zu dieser Zeit ca.220.000 t und stieg stetig bis auf ca.600.000
t Kohle .Bereits 1907 förderte man ca.500.000 t bei einer Belegschaft
von etwa 2000 Mann .Je weiter der Kohleabbau voranschritt, umso wichtiger
wurde ein dritter Schacht. Der wurde von 1909-1914 abgeteuft , und war
der Wetterschacht 3. Von 1918-1921 wurde Schacht 4 abgeteuft.
  
Jetzt bestand die Gewerkschaft Minister Achenbach aus
2 Schachtanlagen, nämlich Minister Achenbach Schacht
½ und Minister Achenbach Schacht ¾. In
den Jahren 1942, 1957 und 1960 wurden die Schächte 5, 6 und 7 abgeteuft.
Die Schächte 1-4 waren in Lünen-Brambauer. Schacht 5 war in
Lünen-Alstedde, Schacht 6 in Lünen-Lippholthausen direkt am
Kraftwerk gelegen. Schacht 7 lag an der Königsheide auf halber
Strecke nach Dortmund-Mengede. Im Februar 1935 wurde die Schachtanlage
¾ anlässlich des 70.Geburtstages von Karl Haarmann durch
den Aufsichtsrat in Karl-Haarmann-Schächte umbenannt. Karl-Haarmann
war ein verdienter Zechendirektor der Schachtanlage.Auch wurde nach
ihm eine Straße in Brambauer benannt. Ebenfalls im Jahr 1900 bekam
das neue Bergwerk einen Gleisanschluss sowie einen eigenen Hafen am
„Dortmund-Ems-Kanal“. Im Jahre 1902 wurde auf dem Gelände der Schachtanlage
½ eine Kokerei errichtet.Anfangs bestand die Kokerei aus 60 Öfen
. Zum Schluss bestand die Kokerei aus 4 Ofen-Batterien .Das beste Ergebnis
erzielte die Kokerei im Jahr 1957 .Fast 778.000 Tonnen Koks wurden produziert
.Im letzten vollen Produktionsjahr 1970 waren es "nur noch"
497.000 Tonnen .Im Jahr 1971 wurde die Kokerei stillgelegt .

Kokerei
Durch den hohen technischen Stand der Zeche stiegen die jährlich
geförderten Kohlen stetig. Ebenfalls wurden immer mehr Menschen
auf der Zeche beschäftigt. Im Jahr 1912 betrug der Anteil von Minister
Achenbach an geförderten Kohlen des Ruhrgebiets 7,99%
der Förderung von mehr als 100 Schachtanlagen. Die Leistung pro
Mann / Schicht betrug 1152 Kg gegenüber dem Durchschnitt aller
Ruhrgebiets-Zechen von 943 Kilogramm.
Im
Jahr 1966 wurde die Schachtanlage 5 in Alstedde und 1968 die Schachtanlage
¾ in Brambauer stillgelegt . Die Stillegung Schacht 3/4 war für
8 Jahre vorgesehen . Bereits 1971 wird der Kohleabbau wieder aufgenommen
. Grund ist die Stillegung von "Germania" in Dortmund-Marten
. Bergleute von Germania werden nach Schacht 4 verlegt , und nehmen
dort die Produktion auf .Die Aufgabe als Wetterschacht übernahm
Schacht 6 von Schacht 3 . Die Anlage 3/4 diente dann nur noch der Seilfahrt
auf Schacht 4 und der teilweisen Bewetterung auf Schacht 3 , die Kohlen
wurde auf Schacht ½ zu Tage gehoben . Am 1.Dezember 1969 wurde
der gesamte Bergwerksbesitz der Gebr.Stumm GmbH in die neugegründetete
RAG
(Ruhrkohle AG ) eingegliedert .1973 wurde die Zeche
Victor – Ickern in Castrop-Rauxel geschlossen . Minister Achenbach
wurde mit der geschlossenen Zeche zum Verbundbergwerk. Die Schächte
Ickern 3 und Ickern 4 sowie das dazugehörige Grubenfeld gehörten
nun zur Zeche Minister Achenbach , das jetzt ein Grubenfeld
von 52 Quadratkilometer besaß .1978 wurde die Zeche Waltrop stillgelegt,
der Wetterschacht 3 von Waltrop , in den Rieselfeldern gelegen, gehörte
nun zur WD (Werksdirektion) Minister Achenbach / Waltrop
. Eine untertägige Verbindung gab es allerdings nicht . Der Schacht
diente lediglich der Wasserhaltung,und war als Option gedacht , falls
Minister Achenbach in den Waltroper Feldern Abbau betreiben würde
. Ende Januar 1989 wurde der letzte Streb Dickebank im Grubenfeld Ost
im Bereich Schacht ¾ in Raubstellung gefahren . Die komplette
Mannschaft ging geschlossen nach Schacht ½ , um dort einen fertig
hergerichteteten Abbaubetrieb zu übernehmen . Im gleichen Jahr
lief der letzte Abbaubetrieb Zollverein 7 auf Schacht 5 aus . Zwischenzeitlich
wurden schon die ersten Mitarbeiter auf umliegende Bergwerke wohnortbezogen
verlegt . Der Rest der Belegschaft ging nach Schacht ½ . Bergleute
die ein bestimmtes Alter erreicht hatten, gingen in den Vorruhestand.
Nachdem
fest stand , dass Minister Achenbach voraussichtlich
zum Ende des Jahres 1993 stillgelegt werden sollte , liefen die Verlegungsmaßnahmen
an . Monatlich wurden Mitarbeiter zu verschiedenen Bergwerken verlegt
. Die aufnehmenden Bergwerke waren u.a. General Blumenthal in Recklinghausen,
Bergwerk Haard in Oer-Erkenschwick/Datteln , Ewald in Herten , Hugo
in Gelsenkirchen , Prosper Haniel in Bottrop ,Westerholt in Gelsenkirchen
, Schlägel und Eisen in Herten , Fürst Leopold in Dorsten
und Auguste Victoria in Marl . Der Abbau war nur noch auf das Kernfeld
im Westfeld der Zeche beschränkt. Weitere Verlegungen wurden im
Laufe des Jahres 1990 vorgenommen . Schließlich wurde der Stilllegungstermin
nach der Kohlerunde
vom 11.November 1991 auf den 30.06.1992 vorgezogen. Die restlichen
Bergleute wurden auf fast alle noch fördernden Bergwerke im Ruhrgebiet
verteilt. Damit endete die fast 95 –jährige Geschichte des Bergwerks
Minister Achenbach.
•
Zahlen •
Daten •
Fakten •
Mutung
und Verleihung der Einzelfelder
Bergwerk
Friede
1)
Steinkohlenbergwerk Paul--- gemutet am 17.August 1870 - verliehen am
25.Juli 1871
2)
Steinkohlenbergwerk Gretchen----------gemutet am 30.November 1870 -
verliehen am 16./17.April 1872
3)
Steinkohlenbergwerk Martha- gemutet am 4.Juli 1871 - verliehen am 6./18.April
1872
4)
Steinkohlenbergwerk Max - gemutet am 1.August 1871 - verliehen am 5.Juli
1872
5)
Steinkohlenbergwerk Olga --- gemutet am 5.Juni 1872 - verliehen am 1./16.März
1873
Am
8.Januar / 3.Februar 1875 wurden die 5 vorbenannten Einzelfelder zum
Bergwerk "Friede" vereinigt .
Bergwerk
Minister Achenbach
1)
Steinkohlenbergwerk Emma - gemutet am 11.September 1873 - verliehen
am 6.April 1876
2)
Steinkohlenbergwerk Marie - gemutet am 21.April 1874 - verliehen am
8./20.April 1876
3)
Steinkohlenbergwerk Martha Auguste - gemutet am 4.August 1874 - verliehen
am 8./20.April 1876
4)
Steinkohlenbergwerk Helene - gemutet am 23.Dezember 1874 - verliehen
am 8./20.April 1876
5)
Eisenerzbergwerk Hermann - gemutet am 11.September 1873 - verliehen
am 6.April 1876
6)
Eisenerzbergwerk Carl - gemutet am 21.April 1874 - verliehen am 15.Mai
1876
7)
Eisenerzbergwerk Alfred - gemutet am 4.August 1874 - verliehen am 8./20.April
1876
Am
1.Juni / 7.Juni 1877 wurden die 7 vorbenannten EInzelfelder zum Bergwerk
"Minister Achenbach" vereinigt .
Am
20.Oktober / 31.Oktober 1896 wurden die beiden Bergwerke "Friede"
und "Minister Achenbach" zum
Steinkohlenbergwerk
"Minister
Achenbach"
konsolidiert ( vereinigt ).
Abteufen der Schächte

1897 -1900 Schacht 1
1899 -1903 Schacht 2
1909 -1914 Schacht 3
1918 -1921 Schacht 4
1942 -1954 Schacht 5
1957 -1961 Schacht 6
1960 -1962 Schacht 7
1938-1940
Ickern 3
1949-1951 Ickern 4
Sohlenniveau
Schacht 1
1.Sohle
- 412 m - 2.Sohle -522 m - 3.Sohle - 659 m - 4 .Sohle -819 m - 5.Sohle
999 m Gesamtteufe : 1029,2 m
Sohlenniveau
Schacht 2
1.Sohle
- 411 m - 2.Sohle - 518 m - 3.Sohle 659 m - 4.Sohle 818 m - Messbandsohle
864 m - Gesamtteufe: 999,4 m
Sohlenniveau
Schacht 3
1.Sohle
- 395 m - 2.Sohle 502 m - 3.Sohle -647 m - Gesamtteufe: 667 m
Sohlenniveau
Schacht 4
1.Sohle
- - - - - 2.Sohle - 502 m - 3.Sohle - 646 m - 4.Sohle - 804 m - 5.Sohle
- Gesamtteufe:1012 m
Sohlenniveau
Schacht 5
Teilsohle
- 583 m - 3.Sohle 615 m - 4.Sohle 774 m - Gesamtteufe : 801 m
Sohlenniveau
Schacht 6
2.Sohle
- 473 m - 3.Sohle 612 m - 4.Sohle - 774 m - Messbandsohle - 793 m -
Gesamtteufe : 835 m
Sohlenniveau
Schacht 7
2.Sohle
- 503 m - 3.Sohle - 657 m - 4.Sohle - 807 m - 5.Sohle - 990 m - Gesamtteufe
:1017 m
In
der Zeit vom 1.11.1900* – 30.06.1992 förderte das Bergwerk Minister
Achenbach 126,5 Mill. t Steinkohle.Am 31.10.1980 förderten die
Bergleute von Minister Achenbach die 100 Millionste Tonne Kohlen . Einen
Tag später beging man den 80.Jahrestag der Aufnahme der Kohlenförderung.
In
den 33.460 Tagen seines Bestehens wurden rechnerisch täglich 3780
Tonnen Steinkohle abgebaut .
Die
Rekordförderleistung erzielte die Belegschaft 1982 mit 2.745.029
t. 4772 Mitarbeiter zählte das Bergwerk in diesem Jahr. Die höchste
Anzahl Beschäftigter betrug über 6600 im Jahr 1956.
*
Das offizielle Datum lautet , Aufnahme der Förderung am 1.11.1900
- im Jahresbericht pro 1900 vom Vorstandsvorsitzenden Budag-Muhl ist
aber vom 3.11.1900 als ersten Fördertag die Rede .
Kohleförderung
und Zahl der Beschäftigten in 92 Jahren
1900 |
1173
t |
1900 |
221
Beschäftigte |
1901 |
74.183
t |
1901 |
762
Beschäftigte |
1902 |
200.115
t |
1902 |
1166
Beschäftigte |
| 1903 |
299.353
t |
1903 |
1573
Beschäftigte |
1904
|
362.621
t |
1904 |
1756
Beschäftigte |
1905
|
445.962
t |
1905 |
1854
Beschäftigte |
1906 |
511.444
t |
1906 |
2130
Beschäftigte |
1907 |
516.224
t |
1907 |
2216
Beschäftigte |
1908 |
598.661
t |
1908 |
2419
Beschäftigte |
1909
|
649.697
t |
1909 |
2559
Beschäftigte |
1910 |
720.079
t |
1910 |
2568
Beschäftigte |
1911 |
777.081
t |
1911 |
2618
Beschäftigte |
1912 |
904.768
t |
1912 |
2692
Beschäftigte |
1913 |
913.086
t |
1913 |
2660
Beschäftigte |
1914 |
720.706
t |
1914 |
2592
Beschäftigte |
1915 |
710.000
t |
1915 |
2105
Beschäftigte |
1916 |
802.436
t |
1916 |
2422
Beschäftigte |
1917 |
801.577
t |
1917 |
2755
Beschäftigte |
1918 |
709.424
t |
1918 |
2788
Beschäftigte |
1919 |
414.018
t |
1919 |
2288
Beschäftigte |
1920 |
561.071
t |
1920 |
3634
Beschäftigte |
1921 |
624.292
t |
1921 |
3215
Beschäftigte |
1922 |
703.143
t |
1922 |
3591
Beschäftigte |
1923 |
270.647
t |
1923 |
3477
Beschäftigte |
Ab
Mai 1924 Inbetriebnahme Schacht 4 und damit Förderung in
Schacht 1 und 4 |
1924
|
934.722
t |
1924
|
3660
Beschäftigte |
1925 |
1.240.000
t |
1925 |
4390
Beschäftigte |
1926 |
1.459.274
t |
1926 |
4413
Beschäftigte |
1927 |
1.639.634
t |
1927 |
5229
Beschäftigte |
1928 |
1.594.176
t |
1928 |
5212
Beschäftigte |
1929 |
1.680.000
t |
1929 |
5541
Beschäftigte |
1930 |
1.340.302
t |
1930 |
4612
Beschäftigte |
1931 |
1.054.804
t |
1931 |
3391
Beschäftigte |
1932 |
941.946
t |
1932 |
2797
Beschäftigte |
1933 |
994.108
t |
1933 |
2731
Beschäftigte |
1934 |
1.106.775
t |
1934 |
2835
Beschäftigte |
1935 |
1.205.723
t |
1935 |
2875
Beschäftigte |
1936 |
1.381.000
t |
1936 |
3119
Beschäftigte |
1937 |
1.692.381
t |
1937 |
3300
Beschäftigte |
1938 |
1.636.000
t |
1938 |
3723
Beschäftigte |
1939 |
1.776.144
t |
1939 |
3902
Beschäftigte |
1940 |
1.882.686
t |
1940 |
4463
Beschäftigte |
1941 |
2.127.384
t |
1941 |
4633
Beschäftigte |
1942 |
2.124.695
t |
1942 |
5500
Beschäftigte |
1943 |
2.011.161
t |
1943 |
6180
Beschäftigte |
1944 |
1.837.586
t |
1944 |
5743
Beschäftigte |
1945 |
705.395
t |
1945 |
4089
Beschäftigte |
1946 |
1.054.000
t |
1946 |
4180
Beschäftigte |
1947 |
1.390.000
t |
1947 |
5247
Beschäftigte |
1948 |
1.537.946
t |
1948 |
5423
Beschäftigte |
1949 |
1.681.984
t |
1949 |
5743
Beschäftigte |
1950 |
1.670.000
t |
1950 |
5650
Beschäftigte |
1951 |
1.649.006
t |
1951 |
5884
Beschäftigte |
1952 |
1.772.424
t |
1952 |
6306
Beschäftigte |
1953 |
1.663.542
t |
1953 |
6343
Beschäftigte |
1954 |
1.736.793
t |
1954 |
6422
Beschäftigte |
1955 |
1.791.517
t |
1955 |
6615
Beschäftigte |
1956 |
1.800.417
t |
1956 |
6637Beschäftigte |
1957 |
1.813.188
t |
1957 |
6702
Beschäftigte |
1958 |
1.785.209 t |
1958 |
6582
Beschäftigte |
1959 |
1.626.673 t |
1959 |
6167
Beschäftigte |
1960 |
1.694.231
t |
1960 |
6045
Beschäftigte |
Ab
1 .Okt.1961 Inbetriebnahme Schacht 6( Friedrich Müller-Schacht
) , und damit Förderung in den Schächten 1 , 4 und 6
. |
1961 |
1.693.948
t |
1961 |
5686
Beschäftigte |
1962 |
1.646.936
t |
1962 |
5420
Beschäftigte |
1963 |
1.764.463
t |
1963 |
5310
Beschäftigte |
1964 |
1.670.431
t |
1964 |
4968
Beschäftigte |
1965 |
1.668.000
t |
1965 |
4830
Beschäftigte |
1966 |
1.559.157
t |
1966 |
4398
Beschäftigte |
1967 |
1.345.839
t |
1967 |
3519
Beschäftigte |
Ab
1968 wird Schacht 2 der neue Zentralförderschacht des Bergwerkes
|
1968 |
1.264.651
t |
1968 |
3247
Beschäftigte |
1969 |
1.262.813
t |
1969 |
2843
Beschäftigte |
1970 |
1.223.000
t |
1970 |
3140
Beschäftigte |
1971 |
1.349.595
t |
1971 |
3068
Beschäftigte |
1972 |
1.557.797
t |
1972 |
3122
Beschäftigte |
1973 |
1.861.977
t |
1973 |
4624
Beschäftigte |
1974 |
2.630.873
t |
1974 |
4737
Beschäftigte |
1975 |
2.590.000
t |
1975 |
4630
Beschäftigte |
1976 |
2.423.803
t |
1976 |
4534
Beschäftigte |
1977 |
2.486.115
t |
1977 |
4557
Beschäftigte |
1978 |
2.415.956
t |
1978 |
4454
Beschäftigte |
1979 |
2.598.229
t |
1979 |
4725
Beschäftigte |
1980 |
2.703.898
t |
1980 |
4789
Beschäftigte |
1981 |
2.677.593
t |
1981 |
4879
Beschäftigte |
1982 |
2.745.000
t |
1982 |
4772
Beschäftigte |
1983 |
2.410.855
t |
1983 |
4661
Beschäftigte |
1984 |
2.346.315
t |
1984 |
4741
Beschäftigte |
1985 |
2.206.554
t |
1985 |
4688
Beschäftigte |
1986 |
2.036.473
t |
1986 |
4680
Beschäftigte |
1987 |
2.234.037
t |
1987 |
4774
Beschäftigte |
1988 |
2.195.629
t |
1988 |
4469
Beschäftigte |
1989 |
2.207.366
t |
1989 |
3936
Beschäftigte |
1990 |
2.869.163
t |
1990 |
3103
Beschäftigte |
1991 |
1.891.347
t |
1991 |
2523
Beschäftigte |
1.Quartal
1992 |
563.404
t |
1.Qu.1992 |
2048 Beschäftigte |
2.Quartal
1992 |
566.142
t |
2.Qu.1992 |
1638 Beschäftigte |
4.Quartal
1992 |
- - - |
4.Qu.1992 |
280 Beschäftigte |
1.Quartal
1993 |
- - - |
1.Qu.1993 |
160 Beschäftigte |
| |
|
|
|
Personalien |
| |
|
|
|
Vorsitzende
des Grubenvorstandes |
Geschäftsführung
der Gebrüder Stumm GmbH |
| 1896-1898
Bankdirektor Karl Heimsoth , Dortmund |
1937-1938Carl
Haarmann , Dr.Ernst Deubert |
| 1899-1901
Generaldirektor Adolf Budag- Muhl , Berlin |
1938-1939
Gen.Dir.Ernst Deubert |
| 1902-1923
Geheimrat Ferdinand v.Stumm , Kirchheim |
1940
-1945 Ernst Deubert,Paul Wüstenhöfer, Arnold Haarmann |
| 1924-1933
Geheimrat Wilhelm v.Stumm , Berlin |
1945-1950
Arnold Haarmann,Emil Stade |
| 1934-1936
Geheimrat Dr.Richard v.Kühlmann , Berlin |
1951-1952
Ernst Deubert,Arnold Haarmann |
| 1923-1936
Generalvollmacht Generaldirektor Carl Haarmann |
1952-1956
Ernst Deubert |
| |
1957-1958
Josef Keil ,Friedrich Müller |
| |
1959-1966
Friedrich Müller,Ernst Achim v.Winterfeld |
| |
1967-1969
Leonhard Lutz , Gerh.Gärtner , Günther Lüdeking |
| |
|
Bergwerksdirektoren(Techn.Leitung) |
Betriebsdirektoren |
| 13.09.1898-31.08.1907
Alfred Lange |
01.04.1913-31.03.1952
Emil Stade |
| 01.09.1907-31.03.1938
Carl Haarmann |
15.02.1908-15.02.1934
Wilhelm Ross |
| 01.04.1938-30.09.1952
Dr.Arnold Haarmann |
02.01.1934-31.03.1938
Dr.Arnold Haarmann |
| 01.01.1952-24.02.1967
Dr.Friedrich Müller |
01.04.1938-09.07.1950
Anton Sommer |
| 01.04.1956-30.04.1970
Kurt Reinke |
01.04.1952-31.03.1956
Kurt Reinke |
| 01.05.1970-30.09.1988
Karl-Heinz Zilligen |
01.11.1961-31.03.1972
Dr.Berthold Adam |
| 01.10.1988-31.12.1992
Dr.Rolf Zeppenfeld |
01.04.1972-28.02.1983
Gerhard Lehmann |
| |
01.03.1983-31.08.1986
Berthold Maucher |
Arbeits-und
PS-Direktoren |
01.09.1986-30.06.1987
Gerhard Ribbeck |
| 01.01.1952-15.07.1967
Theodor Buch |
01.07.1987-30.09.1988
Dr.Rolf Zeppenfeld |
| 01.07.1967-30.12.1971
Günther Lüdeking |
01.10.1988-30.06.1992
Wolfgang Rose |
| 01.07.1971-31.12.1973
Josef Cwicklinski |
|
| 01.10.1973-30.06.1983
Heinz Tafel |
Die
ersten Steiger der Zeche (Stand 8.November 1897) |
| 01.07.1983-31.12.1992
Heinz Müller |
Wilhelm
Köster- Friedrich Hohendahl -Wilhelm Treek-Caspar Rumpff |
Betriebsinspektoren |
Markscheider |
.01.04.1952-31.031967
Reinhold Wiesner
01.01.1958-31.03.1963
Hermann Wippermann
01.11.1961-31.01.1967
Rudolf Waldbruch
01.02.1982-31.12.1989
Norbert Brandenburg
01.01.1991-30.04.1991
Andreas Minke
Kaufmännische
Leitung
1897-1937
Hubert Schulte
1937-1945
Paul Wüstenhöfer
1945-1952
Emil Stade
1952-1967
Ernst Achim v.Winterfeld
1965-1970
Dr.Gerhard Gärtner |
1900
-1902 Haltern
1902-1904
Fourmann
1.11.1903
-1907 Karl Köhne
1907
-1945 Theodor Stiepel
1945
-1965 Friedrich Kämper
1965
-1966 Norbert Gebauer
1966
-1973 Heinrich Meier
1973
-1983 Heinz Markfeld
1990
-1992 Uwe Süselbeck
1992
Karl-Heinz Brandt
|
Betriebsführer
unter Tage ZMA 1 / 2 |
Betriebsführer
unter Tage Sch .3/4 bzw.5/6 |
| Josef
Becker 01.05.1897 - 31.12.1899 |
Ewald
Hirse (Schacht 3) 1910 - 1913 |
| Anton
Hilbrenner 01.01.1900 - 01.02.1905 |
Karl
Ellbrächter(Fahrst. Sch.3) 1914 - 1.07.1933 |
| Ewald
Hirse 1907-1909 |
Paul
Norkus 01.06.1919 - 31.12.1943 |
| Fritz
Käufer 01.03.1908 - 01.11.1933 |
Heinrich
Gräwe 01.06.1944 - 31.12.1966 |
| Reinhold
Wiesner 01.11.1933 - 31.03.1952 |
Hermann
Wippermann 01.01.1947 - 31.12.1957 |
| Rudolf
Waldbruch 01.04.1952 - 31.10.1961 |
Hermann
Lüdeking 01.01.1958 - 31.07.1970 |
| Willi
Niemann 01.11.1961 - 31.10.1973 |
Heinrich
Pelzer 01.01.1971 - 31.03.1977 |
| Norbert
Brandenburg 01.01.1974 - 31.01.1982 |
Friedrich
Schuh 01.04.1977 - 30.04.1988 |
| Dr.Dieter
Patzke 01.03.1982 - 28.02.1983 |
Dietrich
Witte 01.05.1988 - 31.12.1988 |
| Diethard
Obermann 01.04.1983-30.12.1989 |
Schacht
5 |
|
Dietrich Witte 01.04.1989 - 31.03.1991 |
Karl
Schütler 01.01.1954 - 30.09.1955 |
| Johann
Oesterlink 01.01.1990 - 31.12.1990 |
Hermann
Minke 01.10.1955 - 30.09.1964 |
| Wilhelm
Konze 01.01.1990 - 30.06.1992 |
Schacht
6 |
Betriebsführer
über Tage ZMA 1 / 2 |
Karl
Brunschede 01.11.1961 - 30.06.1967 |
| Heinrich
Höing 01.03.1904 - 31.05.1908 |
|
| Dietrich
Trelle 01.06.1908 - 31.12.1933 |
Grubenbeamte
und Fahrhauer im Kohle- Abbau 1907 |
| Hans
Zill 01.01.1934 - 31.10.1963 |
Betriebsführer
: Ewald Hirse |
| Wilhelm
Richel 01.01.1964 - 05.03.1964 |
Obersteiger
: Winter |
| Anton
Heitkamp 01.01.1965 - 31-12-1981 |
Fahrsteiger
: Carl Ellbrächter , Friedrich Stenger |
| Ferdinand
Riepe 01.01.1982 - 31.10.1991 |
Reviersteiger:Wilhelm
Birk , Franz Becker , Neuhaus , Christian König , Friedrich
Vaginer , Hermann Ernst , Liebig |
| |
Bruckhäuser
,Wienand Straberg , Niehüser , Heinrich Brüggenstraß
,Max
Dörtelmann
|
| |
Steiger
:Pieper , Paca , Pauli , Beckerling , Hillmann
, Knappmann , |
| |
Friedrich
Küper * , Heinrich Aldenrath , Möller , Clemens Hilbrenner
, Glotzbach, Sieker, Pläsken |
| |
Werm,Peters,Rörich,Kröger,Hovermann,Königsbüscher
. |
| |
*Steiger
Friedrich Küper starb bei dem Grubenunglück im Dezember
1912 |
| |
Fahrhauer
:Eilert,Drucks,Stromberg,Köster,Schmidt,Schroer
, |
| |
Wundrock,Schmölter,Wessel,Lessmöllmann,Butenuth,Schalk
, |
| |
Bietendüfel,Uhlenbrock,Busemann |
•
Durchschnittslöhne 1906 •
Gesteinshauer |
5,31
Reichsmark |
Kohlenhauer |
5,26
Reichsmark |
Zimmerhauer |
4,47
Reichsmark |
Schlepper |
3,26
Reichsmark |
Bremser |
3,26
Reichsmark |
Abnehmer |
3,26
Reichsmark |
•
Unglücke auf Minister Achenbach
13.12.1902 |
Entzündung
schlagender Wetter durch Sprengarbeit |
5
Verletzte |
07.04.1906 |
Schlagende
Wetter durch beschädigte Sicherheitslampe |
2
Tote , 1 Verletzter |
| 28.10.1906 |
Riss
des östlichen Förderseiles in Schacht 2 |
2
Tote |
| 12.03.1910 |
Schlagwetterexplosion-
Schacht 1/2 |
1
Verletzter |
| 20.09.1911 |
Schlagwetterexplosion
- Schacht 1/2 |
1
Toter , 2 Verletzte |
| 18.12.1912 |
Schlagwetterexplosion
-Schacht 1/2 |
49
Tote |
30.01.1914 |
Schlagwetterexplosion
-Schacht 1/2 |
24
Tote / 5 Verletzte * |
15.10.1917 |
Schlagwetterexplosion
- Schacht 3 |
17
Tote |
28.03.1923 |
Erstickungstod
nach Grubenbrand |
5
Tote |
10.09.1938
|
Verbotswidrige
Seilfahrt im Blindschacht |
5
Verletzte |
28.06.1947 |
Schlagwetterexplosion
und anschliessender Grubenbrand - Schacht 1/2 |
9
Tote |
14.04.1964 |
Bergewagen
von Lok abgekuppelt und im Schacht gestürzt |
6
Verletzte |
| 04.10.1968 |
Schlagwetterexplosion
- Schacht 1/2 |
17
Tote |
| 11.06.1974 |
Streckenbruch
-Schacht 4 |
1
Toter / 3 Verletzte |
| 01.05.1980 |
Streckenbruch/Brückenfeld
-Schacht 1/2 |
2
Tote / 1 Verletzter |
10.02.1982 |
Streb
/ Streckenbruch - Ickern 3 |
3
Tote / 2 Verletzte |
1983 |
Absturz
Förderkorb im Blindschacht - Ickern 3 |
3
Tote |
| 1984 |
Bei
3 verschiedenen Unglücken in diesem Jahr habe ich 3 gute Freunde
und Kumpels auf Schacht 4 und 5 verloren . Bei einem Unglück
in Zollverein 5 ging am Hi-Antrieb der Übergang Streb/Strecke
zu Bruch , 3 Ortshauer waren stundenlang eingeschlossen . |
insges.
3 Tote |
| |
|
|
| |
|
|
| * von den 5 Verletzten starben 4 in
den darauffolgenden Tagen an Ihren schweren Verletzungen . |
Zeittafel
Geschichte
und Entwicklung der Zeche Minister Achenbach |
| |
|
| 1870 |
Errichtung
der ersten Bohrtürme in der Brambauerschaft . An 3 verschiedenen
Stellen wurde nach Steinkohle gebohrt .
-------------------------------------------------------------------------------- |
|
| 1871 |
Die
Bohrungen wurden niedergebracht und bei ca.370 m wurde Steinkohle
angebohrt . Insgesamt wurde auf 5 Felder Mutung beim Bergamt eingelegt,
und die Steinkohlenfelder Gretchen , Martha , Max , Paula und
Olga wurden an die Muther , Hermann Gruson und Carl-Ferdinand
Lange , verliehen .
--------------------------------------------------------------- |
| 1873 |
Weitere
Mutungen auf Steinkohle und Eisenerz . Gemutet wurden die 4 Steinkohlenfelder
Helene , Marie,Martha-Auguste und Emma sowie die 3 Eisenerzfelder
Alfred, Hermann und Karl in der Brambauerschaft Tockhausen und
Meininghausen der Gemeinde Brechten und zum Teil in den Gemeinden
Waltrop und Lippholthausen..
-----------------------------------------------------------------------------
. |
| 1874 |
Sieben
Grubenfelder(4 auf Steinkohle , 3 auf Eisenerz ) wurden an den
Kaufmann Karl-Ferdinand Lange verliehen .
----------------------------------------------------------------------------- |
| 8.Januar/3.Februar
1875 |
Zusammenschluss ( Konsolidation ) von 5 Feldern ( Paula , Gretchen
, Martha , Max und Olga ) unter dem Namen "Friede ".
----------------------------------------------------------------------------- |
| 1.Juni/7.Juni
1877 |
Konsolidierung
der 7 Felder Helene , Marie , Martha-Auguste , Emma , Alfred ,
Hermann und Karl unter dem Namen "Minister-Achenbach ".
-------------------------------------------------------------------------------- |
| 29.September
1896 |
Am
29.September fand die Gründungsversammlung des" konsolidiertenSteinkohlen-
Bergwerks Minister Achenbach" vor dem Notar Albert Traeger
in Berlin statt . Man traf sich im Geschäftslokal der Nationalbank
für Deutschland .Eigentümer der Zeche waren die Nationalbank
für Deutschland mit Sitz in Berlin , und der Kaufmann Karl-Ferdinand
Lange . Repräsentant der Gewerkschaft war Karl Lange . "Minister
Achenbach" und "Friede" waren in jeweils 100 Kuxe
aufgeteilt . Jeweils 99 Kuxe besass die Nationalbank, 1 Kux Karl
Lange..
----------------------------------------------------------------------------- |
|
1896 |
Am 20.Oktober
Zusammenfassung der Felder " Minister Achenbach" und
"Friede" zum Steinkohlen-Bergwerk Minister Achenbach
. Bestätigung des Oberbergamtes Dortmund - Konsolidation
der "konsolidierten Steinkohlenbergwerke Gewerkschaft Minister
Achenbach". Das Bergwerk hatte eine Grösse von 19.682.763
Quadratmetern .Die neue Gewerkschaft hatte 1000 Kuxe . 990 der
Kuxe besaß die Nationalbank in Berlin , die restlichen 10
Kuxe Karl Lange .
---------------------------------------------------------------------------- |
| 1897
|
Am
3.Februar fand die erste Gewerkenversammlung in Dortmund statt
.42 Gewerken vertraten 982 Kuxe . Der Repräsentant Carl-Friedrich
Lange vertrat 306 Kuxe .Der erste Grubenvorstand bstand aus folgenden
Personen : Bankdirektor Karl Heimsoth , Bergwerksunternehmer Wilhelm
Bischoff , Bergassessor Friedrich Trippe , Bankdirektor Friedrich
Lukau , Ing.J.L.Kruft , Generaldirektor Effertz und Bergwerksbesitzer
Karl Ferdinand Lange .Vorsitzender war Heimsoth , sein Stellvertreter
Effertz.
Für
das Gelände der zukünftigen Zeche wurde ein Wald von
100 Morgen vom Gutspächter Rohe aus Mengede angekauft . Nach
Bestimmung der Teufstelle begann man mit dem Roden der Bäume
. Am 21.06. wurde Josef Becker als Betriebsführer eingestellt
, unterstützt wurde er durch die Schreibhilfe Franz Wein
. Die Abteufarbeiten für Schacht 1 begann man am 3 . August
. Das hölzerne Teufgerüst wurde von der Zeche "Ewald"in
Herten gebraucht abgekauft . Bei Teufbeginn war der Senkschuh
fertig montiert , und mit einer 4 m hohen Ziegelmauer mit Längs-und
Querankern versehen . Am 17.Dezember war Schacht 1 laut Teuf -
Tagebuch bei einer Teufe von 63,70 m , der Kamin für die
Dampfkessel 30 m hoch . Es wurden 4 Spurseile zur Führung
desTeufkübels eingebaut , Wasserzuflüsse wurden durch
den Einbau von Tübbingen und dem Hinterfüllen mit Zementtrübe
teilweise aufgehalten oder zumindest verringert . Ein vorläufiger
Dampfkessel von 70 Quadratmeter Fläche war aufgestellt ,
um eine kleine Fördermaschine mit einem Zylinderdurchmesser
von 250mm anzutreiben .
---------------------------------------------------------------------------- |
| 1898
|
Der
Sohn des Besitzers Karl F.Lange , Alfred Lange , wurde am 13.September
als erster Bergwerksdirektor der entstehenden Zeche Minister Achenbach
eingestellt .
---------------------------------------------------------------------------- |
| 1899 |
Bei
der Teufe - 370 m erreichte Schacht 1 am 7.Februar das flözführende
Karbon . Schacht 2 wurde im Monat Mai angesetzt.Es wurden lediglich
schlechter bezahlte Hilfsarbeiter eingestellt , da die Schachthauer
von Schacht 1 nach Fertigstellung des Schachtes nach Schacht 2
wechseln sollten . Im Berichtsjahr begann die Zeche mit dem Wohnungsbau
für die Belegschaftsmitglieder . Am 6.Mai beschloß
der Grubenvorstand , eine für die Zeche überlebenswichtige
Anschlußbahn nach Mengede zu bauen , und bei dem Übergang
über den neuen Dortmund-Ems-Kanal eine Hafenanlage zu erstellen
. Bei - 508 m wurde eine provisorische Wettersohle angesetzt ,
und am 27.Dezember wurde bei - 522,75 m die Hauptbausohle angesetzt
.
---------------------------------------------------------------------------- |
| 1900 |
Im
Januar wurden die Füllörter ausgebaut und am am Tage
mit dem Bau des eisernen Fördergerüstes begonnen . Schacht
2 war bei 98 m Teufe angelangt . Anfang September war das eiserne
Fördergerüst mit Ladehalle fertig montiert .
Am 3.November wurde die Kohlenförderung auf Minister Achenbach
aufgenommen . Auf der 412 m-Sohle und der 522 m-(Hauptbau)Sohle
begann der Abbau in Flöz Nr. 3 ( Gustav ) und Flöz Nr.
5.( Anna ) . Bis zur Fertigstellung von Schacht 2 als Wetterschacht
war imSchacht 1 ein Wetterscheider eingebaut . Förderung
im Dezember in Flöz Nr.5 = 1347 Wagen á 12,5 Ztr.=841,875
t . In der Kolonie wurde mit dem Bau der ersten Wohnhäuser
begonnen . Auf dem Zechengelände wurden 2 Beamtenhäuser
errichtet . Die Zeche bekam einen Gleisanschluss zum Bahnhof Mengede
und einen eigenen Hafen am Dortmund-Ems-Kanal .Von der Maschinenfabrik
Hohenzollern wurde der Zeche die erste Dampflokomotive geliefert
. Im Dezember konnten die ersten 8 Arbeiterwohnungen in den 10
erbauten Häusern bezogen werden .Bei Jahresabschluß
waren 304 Arbeiter und 13 Beamte beschäftigt . Zum Jahresende
stand Schacht 2 bei 324,50 m Teufe . Die ausgeschriebene Zubuße
für die Gewerken betrug 1.600.000 RM . Einige Ausgaben aus
diesem Jahr :
Für
Grundbesitz :136.111., 07 Mark - Für Gebäude : 149.657,
26 Mark - Für Maschinen : 313.267 , 17 Mark
Für
Betriebsinventar : 55.693 , 33 Mark - Für Wohnhäuser
: 31.739 , 44 Mark
Für
Schacht und Grubenbau Schacht 1 : 410.755 , 56 Mark - Für
Schacht und Grubenbau Schacht 2 : 277.108 , 53 Mark
Eisenbahn
und Hafenbau : 327.953 , 62 Mark - Für Wegebau und Kanalisation
: 14.256 , 53 Mark
--------------------------------------------------------------------------- |
| 1901 |
Am
18.Februar erfolgte die Aufnahme des Eisenbahnbetriebes zur Station
Mengede .Die endgültige landespolizeiliche Abnahme fand aber
erst am 8.März statt . Die Länge der Anschlußbahn
: 5,3 Km . Die Fa.Gebr.Stumm aus dem Saarland übernahm die
Kuxe der bisherigen Besitzer . Untertage wurde der erste Pferdestall
für 20 Tiere eingerichtet . Schacht 2 erreichte das Steinkohlengebirge
am 28.Februar . Eine Ziegelei wurde an der Heinrichstraße
errichtet . Die benötigten Mergel wurden im Bereich des Hofes
Overthun gewonnen .
Belegschaft
1901 : 733 Bergleute unter Tage , 188 Arbeiter über Tage
. 31 Gruben-und Betriebsbeamte und 5 Beamte in der Verwaltung
.
---------------------------------------------------------------------------- |
| 1902
|
Zum
erstenmal wurde auf der Zeche gestreikt .Für 9 Tage legten
die Bergleute im März die Arbeit nieder . Bessere Arbeitsbedingungen
und höhere Löhne waren die Forderungen . Auf Minister
Achenbach 1/2 wurde eine Kokerei mit 60 Öfen in Betrieb genommen
. Carl Schober wurde der erste Betriebsführer der Kokerei
und blieb in dieser Funktion bis 1938 . Das erste größere
Unglück auf der Zeche forderte 5 Schwerverletzte Bergleute
. Durch Sprengarbeit wurde Methangas gezündet .
Im Herbst lähmte starker Wagenmangel den Absatz von Kohle
und Koks. Franz Gladen kam vom Bergwerk General Blumenthal in
Recklinghausen und wurde erster Grubeninspector von Minister Achenbach
.
---------------------------------------------------------------------------- |
| 1903 |
Schacht
2 erreichte die vorläufige Endteufe und ging in Betrieb .
Errichtung einer Ammoniakfabrik auf Minister Achenbach 1/2 . Am
11.August fand mit der Zeche Vereinigte Stein und Hardenberg ein
Feldesaustausch zur Begradigung der südlichen Markscheide
statt . Ausgetauscht wurden 397.960 Quadratmeter . Im Juli / August
trat auf Achenbach die Wurmkrankheit unter der Belegschaft auf
. Strenge Hygiene-Regeln werden vom Bergamt angeordnet . Unter
anderem durften auf Anordnung des Bergamtes keine Bergleute mehr
aus Belgien , Ungarn und Siebenbürgen eingestellt werden.
--------------------------------------------------------------------------- |
| 1904 |
Ein
Kohlenhauer verdiente 5,14 RM in der Schicht . 305 Arbeitstage
waren normal . Die Batterie Nr.2 der Kokerei wurde mit 60 Öfen
in Betrieb genommen . Gebaut wurde die Anlage von der Firma Dr.C.Otto
in Dahlhausen . Im August waren fertiggestellt : 165 Häuser
mit 465 Wohnungen für Arbeiter, sowie 36 Häuser für
Angestellte . Am 19.August erhielt die Zeche die Genehmigung ,
eine weitere Kolonie ( die sog.Neue Kolonie) bestehend aus 500
Wohnungen , zu bauen . Pro Familie mußte die Zeche der evangelischen
und der katholischen Gemeinde eine einmalige Abfindung in Höhe
von 125 RM für schulische Bedürfnisse zahlen . Für
die Anstellung eines zusätzlichen Polizisten mußte
jährlich 300 RM gezahlt werden , ferner jährlich 1500
RM für gemeinnützige Anstalten für die ersten 250
Wohnungen . Dieser Betrag erhöhte sich auf 2000 Mark , nachdem
die weiteren 250 Wohnungen in Angriff genommen wurden . Die Wäsche
wurde fertiggestellt und ging in Betrieb . Die "Gewerkschaft
Minister Achenbach" trat dem Rheinisch-Westfälischen
Kohlesyndikat , sowie der Deutschen Ammoniak-Verkaufs-Vereinigung
bei .
--------------------------------------------------------------------------- |
| 1905 |
Auf
Anfrage erklärte die Zechenleitung am 24.Juni dem Bergamt
, insgesamt 1810 Wetterlampen zu besitzen . 920 mit doppelten
Drahtkorb und 890 mit einfachen Drahtkorb . Angelegte" unterirdische"
Mitarbeiter = 1350 Mann .Die ersten 130 Bergarbeiter aus Schlesien
wurden angelegt . Der Tauchermeister Korte von der Bergschule
Bochum bildete sämtliche Grubenbeamten der Zeche im Umgang
mit Rauchhelmen und Sauerstoffapparat aus . Eine Zechenfeuerwehr
wurde gegründet und über Tage ein Rettungslager eingerichtet
. Achenbach hatte seine erste eigene Grubenwehr . Mit Anschluss
an das Leitungsnetz der Gelsenkirchener Wasserwerke wurde die
Zeche ausreichend mit Wasser aus Gelsenkirchen und Unna versorgt
. Laut Eintragung im Zechenbuch starben 1905 allein bei Stein-und
Kohlenfall 3 Bergleute , 9 wurden schwer - und 59 leicht verletzt
.In diesem Jahr wurde die einmillionste t Kohlen gefördert
.
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| 1906 |
Am
7.April erschütterte eine Schlagwetterexplosion
das Grubengebäude . Zwei Bergleute erlitten eine schwere
Schwadenvergiftung und starben daran noch am selben Tag im Hospital
, ein Bergmann wurde schwer brandverletzt . Auslöser war
eine defekte Benzin-Sicherheitslampe . Bei einem Seilriss in Schacht
2 stürzten 2 Schachthauer in den Tod . Bei 2 weiteren Unfällen
wurde jeweils ein Bergmann getötet .Weitere 136 Bergleute
aus Ober-Schlesien wurden eingestellt . Im Schacht 1 wurden 2
Förderungen eingerichtet . In der östlichen Förderung
wurden die Kohlen der 2.Sohle und in der westlichen die Kohlen
der 3.Sohle gehoben.Eine 1000-PS Dampfmaschine zur Stromerzeugung
wurde montiert und in Betrieb genommen . Ausserdem ging eine Grubenholz-Imprägnieranlage
in Betrieb . Grubenholz wurde in dieser Anlage durch eine chemische
Behandlung schwer entflammbar gemacht .
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| 1907 |
Der
Bergassessor Carl Haarmann kam von der Zeche" Königsborn"
und übernahm die Leitung der Zeche Minister Achenbach ab
den 1.September . Aufgrund dieser Personalie schieden der bisherige
Leiter des Bergwerks , Alfred Lange und sein Inspektor Franz Gladen
aus dem Dienst . Die Jahresförderung lag schon bei über
346.000 Tonnen .Theodor Stiepel wurde Werksmarkscheider und löste
den ersten Markscheider des Bergwerks , Karl Köhne ab . Die
Montage der Hauptfördermaschine Schacht 2 wurde beendet .
Die Zeche besaß in diesem Jahr 1006 Werkswohnungen für
ihre Mitarbeiter . Der Knappschaftsarzt Henning wurde von der
Zechenleitung verdächtigt , sein Amt zu mißbrauchen
, und Bergleute der Zeche zu schnell und zu oft krank zu schreiben
.Er wurde seiner Ämter enthoben . 27 % der Belegschaft waren
Ausländer , der Anteil der Polen betrug knapp 4% . Die anderen
Nationalitäten : Holländer, Italiener , Russen ,Ungarn
, Belgier , Luxemburger , Österreicher , Franzosen und Galizier
. In diesem Jahr waren 5 elektrische Lokomotiven unter Tage im
Einsatz . Die Loks stammten von der Allgemeinen Electricitätsgesellschaft
Berlin , und hatten 2 Motoren mit einer Leistung von je 16 PS
.
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| 1908 |
Nachfolger
für den ausgeschiedenen Inspektor Franz Gladen wurde am 15.Februar
Wilhelm Roß , der Carl Haarmann von der Zeche " Königsborn
" folgte . Am 29.Mai tauschte Minister Achenbach mit der
Zeche Adolph von Hansemann in Mengede ein Feld von 545.052 Quadratmeter
aus , um die westliche Markscheide zu begradigen . Zugehörigkeiten
zur Arbeiterbewegung wurden von der Zechenleitung dem Bergamt
gemeldet . Danach waren ca.33 % im sozialdemokratischen Verband
, ca. 25% im Christlichen Verband , und 40 Mitarbeiter waren Mitglied
beim Hirsch-Dunker`schen
Gewerkverein .
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| 1909 |
Teufbeginn
für den Wetterschacht 3 . Erster Spatenstich erfolgte am
16.August . Zum ersten Mal gab es Absatzschwierigkeiten für
Achenbacher Kohle . Die Folge waren 17 Feierschichten . Die Seilfahrt
wurde auf Schacht 1 eingestellt und in Schacht 2 durchgeführt
. Am Schacht 1 auf der Hängebank wurde eine maschinelle Kettenbahn
zum Bewegen der Kohlenwagen installiert .Eine Schmalspurbahn wurde
in Betrieb genommen, die von Schacht 1/2 nach Schacht 3 führte
. Später gab es auch Verbindungen nach Schacht 4 und zur
Ziegelei .
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| 1910 |
Im Februar
und März ereigneten sich 2 lokal begrenzte Schlagwetterexplosionen
.Bei der Explosion im März wurde ein Bergmann verletzt .
An der Batterie Nr.2 der Kokerei wurden 10 Öfen angebaut
. Um die Wasch-und Leseberge aufzuhalden , wurde eine Seilbahn
zur Bergehalde von der Kölner Spezialfirma Pohlig gebaut
. Mit der Vergrösserung der Wäsche wurde begonnen.
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| 1911 |
Bei einer
Schlagwetterexplosion im Flöz 6 ( Mathias ) am 20.September
starb ein Bergmann , 2 wurden schwer verletzt .Die Haldenseilbahn
ging in Betrieb . Die Bahn hatte eine Länge von 215 m , ein
Gefäß faßte 750 Kg , pro Stunde schaffte die
Bahn 75 Tonnen Gestein auf die Abraumhalde , in 12 Stunden wurden
vom Hersteller -Werk Pohlig in Köln 900 Tonnen Förderleistung
angegeben . Mit dem Bau der Benzolanlage wurde begonnen . Die
Kohlenförderung betrug in diesem Jahr 836.399 t , Koksproduktion
203.700 t , Koksascheproduktion 6.345 t , Teerproduktion 8.736
t und schwefelsauren Ammoniak 3.077 t . Ende März waren die
Abteufarbeiten an Schacht 3 beendet .
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| 1912 |
Schwarzer
Tag für Minister Achenbach und Brambauer .
Am
18.Dezember erschüttert eine Schlagwetterexplosion die Zeche
.
49 Bergleute
wurden getötet , mehr als 10 schwer verletzt . Betroffen
waren die Reviere 10 und 11 auf der 2.und 3.Sohle . In 9 Flözen
wurde zu dieser Zeit gleichzeitig Kohle abgebaut . Die seit 1911
von der Recklinghäuser Firma Carl Still gebaute Benzolanlage
wurde fertiggestellt und in Betrieb genommen . Minister Achenbach
trat dem Kohlesyndikat bei . Die festgelegte Verbrauchsbeteiligungsziffer
betrug 1.300.000 t . Die Kohleverkaufsziffer betrug 600.000 t.
Koks durfte in Höhe von 20.000 t verkauft werden . Diese
Zahlen galten für den gesamten Stummkonzern .Die Richtstrecke
von Schacht 1/2 nach Schacht 3 wurde durchschlägig , und
die frischen Wetter für die 3.und 4.Abteilung fielen im Schacht
3 bis zur 2.Sohle ein . In diesem Jahr waren auf Minister Achenbach
bereits 12 elektrische Grubenloks im Einsatz . Davon 9 auf der
2.Sohle und 3 auf der 3.Sohle .
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| 1913 |
In
diesem Jahr wurde mit 913.086 t die höchste Förderung
seit Bestehen der Zeche erreicht , 2660 Mitarbeiter hatte man
im Jahresdurchschnitt gezählt . In den darrauffolgenden Jahren
sank die Förderung von Jahr zu Jahr stetig , erst 1924 wurde
die Förderung von diesem Jahr wieder erreicht . Vor allem
im Bereich Mengede kam es immer wieder zu Unfällen mit Verletzten
durch die Zechenbahn . Am 14.Juni 1913 wurde in Mengede ein 1
1/2 Jahre altes Mädchen bei einem Unfall getötet .
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| 1914 |
Schacht
3 erreichte die Endteufe bei 680 m und ging in Betrieb .
Ein
weiteres Unglück traf die Zeche .
Am 30.Januar
starben 29 Bergleute bei einer Schlagwetterexplosion auf Schacht
3 .Die Witwe des Bergmannes Gustav Sumowski ,der bei der Schlagwetterexplosion
1912 starb , hatte 1913 wieder geheiratet und wurde zum zweitenmal
Witwe durch eine Schlagwetterexplosion auf Minister Achenbach
. Bei Ausbruch des 1.Weltkrieges verfügte die Zeche über
1225 Arbeiterwohnungen und 114 Wohnungen für ihre Angestellten
.
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| 1915 |
Kriegsbedingt
wurde in diesem Jahr nur noch mit dem Bau von 38 Arbeiterwohnungen
begonnen .
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| 1916 |
Die im Vorjahr
begonnen Bauprojekte wurden in diesem Jahr fertiggestellt und
konnten bezogen werden . Danach wurden die Bautätigkeiten
aufgrund der widrigen Umstände des 1. Weltkrieges eingestellt
.
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| 1917 |
Und
wieder ein Unglück .
Nur knapp
3 Jahre nach dem letzten Unglück forderte eine Schlagwetterexplosion
Opfer .17 Bergleute starben bei dem Unglück auf Schacht 3
.Wieder verlor auch eine Witwe von 1912 ihren zweiten Mann bei
einer Schlagwetterexplosion . Auf dem alten Friedhof wurde ein
würdiges Denkmal für die Opfer der Unglücke errichtet
.Hergestellt wurde es durch den Bildhauer Meinardus aus Düsseldorf
.

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| 1918 |
Teufbeginn
für Schacht 4 . Erster Spatenstich am 28.Juni . Bis Anfang
August wurden 10 m abgeteuft , danach wurden die Arbeiten vorerst
eingestellt . Durch den militärischen und innenpolitischen
Zusammenbruch Deutschlands war 1918 , wie schon das Vorjahr, sehr
schwierig und ertragslos und erforderte erhebliche finanzielle
Zuschüsse . Bei Kriegsende herrschte überall große
Wohnungsnot , so auch in Brambauer . Da die Zechen nicht allein
in der Lage waren , für nötigen Wohnungsbedarf ausreichend
zu sorgen , wurde eine Umlage je Tonne Kohle erhoben . Diese Beiträge
wurden der neugegründeten Treuhandstelle für Bergmannswohnungen
(THS)zur Verfügung gestellt . Durch die THS wurden in den
darauffolgenden Jahrzehnten die sog.Bergmannssiedlungen im gesamten
Ruhrgebiet errichtet und unterhalten .
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| 1919 |
Im Februar
begann der Bergassessor Emil Stade seine Tätigkeit auf Minister
Achenbach . Vorher war Stade in Metz für Gebr.Stumm tätig
, wurde aber von den Franzosen ausgewiesen .Inflation , Streiks
und Aussperrungen kennzeichneten dieses Jahr und ließen
keine Besserung zu . Die Förderung fiel auf 432.000 t , die
Hälfte des Durchschnitts der letzten 7 Jahre . Durch die
Vergrösserung der Belegschaft wurde die Förderung wieder
angekurbelt . Am 1.Juli wurden die Abteufarbeiten für Schacht
4 wieder aufgenommen.
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| 1920 |
3634 Mitarbeiter
förderten 1.340.000 t Kohle .Ab 1920 wurde der Bergmann-Wohnungsbau
unter Mithilfe der "Bergmannsiedlung Lünen GmbH"
einer Tochter der THS in Essen , intensiviert .
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| 1921 |
Am 20.Mai
erhielt der Seilbahn-Hersteller Pohlig in Köln den Auftrag
, eine Seilbahn für den Kohlentransport von Schacht 4 nach
Schacht 1/2 zu bauen .
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| 1922 |
Bau der Seilbahn
durch Brambauer . Eine von Schacht 3 aus aufgefahrene Strecke
wurde am neuen Schacht 4 durchschlägig . Nach 3 schlechten
Förderjahren stieg die Förderung wieder auf das Niveau
von 1918 . 703.000 t wurden gefördert , 3591 Mitarbeiter
standen im Jahresdurchschnit in Lohn und Brot .
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| 1923 |
Wegen der
Ruhrbesetzung durch die Franzosen , und des daraus resultierenden
passiven Widerstandes und des Ruhrkampfes kam die Förderung
fast zum Erliegen .Es wurden in diesem Jahr nur 270.000 t gefördert
. Die Zeche war 58 Tage lang , vom 12.August bis zum 8.Oktober
, von französischen Soldaten besetzt .Ein Bergmann aus Brechten
wurde von einem französischen Soldaten auf dem Weg zur Zeche
erschossen . Am 5.März ging die neue Seilbahn in Betrieb
. Die Trasse führte durch ein Wohngebiet mitten durch den
Ort Brambauer . Bei einem Grubenbrand am 28.März starben
5 Bergleute .1923 wurde die Handelsgesellschaft Minister Achenbach
mbH von der Gewerkschaft Minister Achenbach und vom Aplerbecker
Aktien-Verein mit einem Stammkapital von 500 000 RM gegründet
. An diesem Kapital waren Minister Achenbach mit vier Fünftel
und der Aplerbecker Aktien-Verein mit einem Fünftel beteiligt.

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| 1924 |
Nach dem
Abzug der Franzosen und der Währungsstabilisierung nach der
Inflation erholte sich die Förderung , und schnellte auf
935.000 t , und überholte erstmals wieder die Förderzahlen
von 1912 ( 916.000 t ) . Auf Schacht 4 wurde die Förderung
aufgenommen .Eine Grobkornwäsche mit einer stündlichen
Leistung von 250 t wurde errichtet . Mit einer Verfügung
erlaubte das Oberbergamt Dortmund am 3.Juni den Abbau des Markscheide-Sicherheitspfeilers
zwischen Minister Achenbach und Adolph von Hansemann . Auf Schacht
1/2 kam erstmals ein Turbo-Generator mit einer Leistung von 3500
Kw Leistung in Einsatz . Laut Unterlagen aus dieser Zeit mußte
die Zeche für einen 10-stündigen Arbeitseinsatz pro
Monteur der Herstellerfirma , 10 Mark an Lohn für die Montage
zahlen .
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| 1925 |
Die Förderung
betrug 1.238.000 t =135 % der Förderung von 1913 . An den
Folgen der Krisen der zurückliegenden Jahre zerbrach der
Stumm-Konzern . Der Firma blieben lediglich eine knappe Majorität
an dem Neukircher Eisenwerk über , sowie die Ruhrzechen Minister-Achenbach
, König Wilhelm in Sölde und Margarethe in Essen-Borbeck
. Minister Achenbach war die wirtschaftlichste Zeche und damit
wesentliche Stütze der Muttergesellschaft.
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| 1926 |
Minister
Achenbach erholte sich . Die Förderung stieg auf 1.680.000
t Steinkohle . Begünstigt wurde in diesem Jahr die Situation
durch den seit Mai dauernden Streik der englischen Bergleute ,
der schliesslich 6 Monate dauerte .
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| 1927 |
Auf Schacht
4 begann man mit den Bauarbeiten für eine Nasskohlenwäsche
. Ausserdem wurde eine 2,8 Km lange Grubenanschlußbahn zur
Station Lünen-Süd gebaut . Den Auftrag bekam die Fa.Dyckerhoff
u.Widmann AG
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| 1928 |
Streiks im
Winter ´28 in der Eisenindustrie bereiteten Min.Achenbach
enorme Schwierigkeiten . Nachdem die Zeche Hermann in Selm stillgelegt
wurde , übernahm Minister Achenbach einen Großteil
der Selmer Bergleute . Ausserdem kaufte man die Kolonie Selm-Beifang
. Baubeginn für die Grobkornwäsche .
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| 1929 |
Die 2,8 Km
lange Grubenanschlußbahn nach Lünen -Süd wurde
am 20.Juni in Betrieb genommen .Die erste Fahrt des Zuges ging
Nachmittags 15:00 Uhr nach Lünen-Süd . Schacht 1 wurde
weitergeteuft bis zur Teufe 683 m .Die neue Grobkornwäsche
mit einer Leistung von 250 t /h wurde fertig gestellt und ihrer
Bestimmung übergeben .
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| 1930 |
Am 3.November
wurde der Gewerkschaft das Steinkohlenfeld "Minister Achenbach
Erweiterung" verliehen . Das Feld hatte eine Grösse
von 20.059 Quadratmeter.
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| 1931 |
Die Krise
im deutschen Steinkohlenbergbau setzte sich auch in diesem Jahr
fort . An insgesamt 39 Tagen wurden Feierschichten angesetzt ,
96.982 Schichten fielen so aus .Der Absatz von Koks verringerte
sich im April gegenüber dem Januar 1930 um 83,99 % .Im Ruhrdurchschnitt
lag der Wert bei nur 52,34 % . Durch die Einführung von Sommerpreisen
entspannte sich die Lage minimal . Zuerst wurde auf der Anlage
3/4 nur noch auf einer statt auf 2 Schichten Kohle abgebaut .
Im Laufe des Jahres ging man auch auf der Hauptanlage 1/2 zu dieser
Praxis über.
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| 1932 |
Die Förderung
sank auf 942.000 t . Es wurden Massenkündigungen vorgenommen
.Fast 3000 Mitarbeiter verloren ihre Arbeit .Von ehemals 5536
Mitarbeitern blieben 2544 Mitarbeiter . Arbeiteten im Jahr 1930
noch 354.000 Bergleute im Ruhrgebiet , so waren es 1932 nur noch
203.000 Bergleute . Ausserdem gab es in diesem Jahr 64 Feierschichten
wegen Absatzmangel. An Löhne und Gehälter wurden den
Beschäftigten 5,4 Mio.Reichsmark ausgezahlt .
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| 1933 |
Wegen Absatzmangel
wurden 59 Feierschichten auf den beiden Anlagen 1/2 und 3/4 verfahren
. Dabei fielen 113.939 Schichten aus . Im Dezember fror der Kanal
wegen des strengen Frostes zu . Nach einigen Tagen mit Schwierigkeiten
, wurde ab 17.Dezember die Schiffahrt komplett eingestellt . Betroffen
war der Hafen Achenbach in hohem Maße , wurden doch dort
Koks und Kokskohle verschifft , sowie Grubenholz und andere Dinge
gelöscht .
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| 1934 |
Direktor
Haarmann schied aus dem Dienst aus , und übergab die Leitung
der Zeche an seinen Sohn , Dr.Ing.Arnold Haarmann . Auch in diesem
Jahr gab es Feierschichten , insgesamt 31 .Löhne und Gehälter
betrugen in diesem Jahr 5,4 Mio.Reichsmark . Mit Verfügung
vom OBA Dortmund wurde der Abbau des Markscheide-Sicherheitspfeiler
zwischen Minister Achenbach und Ver.Stein und Hardenberg genehmigt
.Vom Denkmal für die Opfer der Unglücke von 1912 und
1914 wurde die Bronze-Randeinfassung gestohlen . Für eine
Ergreifung des/der Täter lobte die Zeche 100 RM als Belohnung
für den entscheidenden Hinweis auf den oder die Täter
aus .
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| 1935 |
Anlässlich
des 70.Geburtstages des verdienten Direktors Carl Haarmann wurde
die Schachtanlage 3/4 in Carl-Haarmann-Schächte umbenannt
.Später benannte man auch eine Strasse in Brambauer nach
ihm. In diesem Jahr gab es 14 Feierschichten . Im April wurde
für alle erschlossenen Flöze die Einheitsbezeichnung
eingeführt .
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| 1936 |
An 11 Tagen
waren Feierschichten wegen Absatzmangel , die letzte Feierschicht
wurde am 7.September eingelegt . 3119 Mitarbeiter förderten
1.381.000 t Kohlen . Durch Beschluss der Gewerkenversammlung wurde
die Gewerkschaft des konsolidierten Steinkohlebergwerks Minister
Achenbach umgewandelt und deren Gesamtvermögen unter Ausschluß
der Liquidation auf die Gebrüder Stumm GmbH übertragen
.In diesem Jahr begann auch die Konzentrierung und Mechanisierung
der Grubenbetriebe und der Ausbau der Tagesanlagen auf der Anlage
I / II .
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| 1937 |
Aufgrund
des Umwandlungsgesetzes von 1936 wurde das Bergwerk umbenannt
in:
Gebrüder
Stumm , Gesellschaft mit beschränkter Haftung ,
Zeche
Minister Achenbach , Brambauer/ Westfalen
Die Sozialausgaben
in diesem Jahr betrugen 1.300.000 RM , Löhne und Gehälter
betrugen 8.500.000 Reichsmark . In diesem Jahr wurde erstmals
wieder das Ergebnis von 1929 erreicht und die Förderung sogar
gegenüber 1929 um rd.12.000 t gesteigert . Trotzdem war Wagenmangel
ein großes Problem . Bereits im Oktober 1936 bestellte Wagen
standen der Zeche im April noch nicht zur Verfügung . Die
Folge war , das in einigen Steigerrevieren nur jeden 2.ten Tag
umgelegt werden konnte , daraus resultierten derartige Strebbrüche
, die teilweise den gesamten Eisernen Ausbau zerstörten .
Förderausfälle von ca.500 Tagestonnen waren die Folgen
. Ein weiteres Problem existierte auf dem Carl-Haarmann -Schacht
4 . Zunehmende Wasserzuflüsse auf der 2.Sohle . Zusätzlich
erforderliche Pumpen und Rohre waren nicht zu beschaffen . Der
Abbau wurde für Wochen eingestellt , um Entlassungen zu vermeiden
, wurden die betroffenen Arbeiter in Zwangsurlaub geschickt .
Nachdem das Wasser bedrohlich anstieg, wurde aus alten Maschinenteilen
eine provisorische Pumpe gebaut , die ihren Zweck nur sehr bedingt
erfüllen konnte . Besserung trat erst ein , als man eine
geeignete Pumpe bekam , die ein Ausstellungsstück einer Bergbauaustellung
war .
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| 1938 |
Die Kokserzeugung
betrug in diesem Jahr 390.000 t , ca.ein Drittel der Gesamtförderung
. Dazu wurden 15.000 t Teer , 4.000 t Benzol und 4.000 t Ammoniak
produziert . Eine neue Koksofenbatterie mit einer Kapazität
von 300.000 t p.a.sowie den dazu gehörigen Kohlenwertstoffanlagen
wurde im September in Betrieb genommen . Im Dezember begann die
Gaslieferung von der Zeche über das Leitungsnetz der Ruhrgas
AG an das Lippewerk der Vereinigten Aluminiumwerke . In diesem
Jahr starben 9 Bergleute bei Einzelunglücken auf den Schachtanlagen
1/2 und 3/4.
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| 1939 |
In diesem
Jahr wurde eine neue Rohbenzolanlage , ein Kesselhaus und ein
neuer Schornstein errichtet . Betrieben wurden 3 Dampfkessel mit
einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde . Die Gesamtinvestition
betrug ca.10 Mio.Reichsmark . Durch Aufstellung eines Kompressors
war es der Gewerkschaft möglich , Überschußgas
im Hochdruck an die Ferngasleitung der Ruhrgas abzugeben .Die
alte Benzolanlage nutzte man , um das Rohbenzol zu reinigen .
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| 1940 |
Im Mai wurden
die ersten Fremdarbeiter und Kriegsgefangenen aus Frankreich unter
Tage eingesetzt . Am 18.Juni wurden die ersten Luftangriffe mit
Ziel Minister Achenbach geflogen , die Zeche wurde aber knapp
verfehlt.
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| 1941 |
Inbetriebnahme
einer neuen , modernen Koksofenanlage mit 52 Öfen und einer
Kapazität von 300.000 t am 24.November , der erste Koks
wurde am 26.November gedrückt . Ein neues Kesselhaus mit
höherem Schornstein wurde gebaut . 3 Kessel mit einer stündlichen
Leistung von 25 t Dampf wurden in Betrieb genommen .Russische
Kriegsgefangene kamen unter Tage zum Einsatz .Insgesamt gab es
in Brambauer 8 Wohnlager für Kriegsgefangene Arbeiter . Die
Arbeiten für das Tieferteufen von Schacht 4 wurden aufgenommen
. Die ersten Genehigungsanträge für eine Großschachtanlage
mit 2 Schächten sowie allen nötigen Gebäuden und
einer Kokerei für das unverritzte Feld in Altlünen werden
eingereicht .
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| 1942 |
In Altlünen
( Alstedde ) wurde am 27.Oktober mit dem Abteufen von Schacht
5 begonnen . Dieser Schacht war der erste im Norden des Ruhrgebietes
, der im stark wasserführenden Turon fertig geteuft wurde
. Andere Versuche wurden bis dahin aufgrund starker Wasserzuflüsse
wieder eingestellt.
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| 1943 |
In Lünen
-Alstedde wurde der erste Schacht des Ruhrgebietes im stark zerklüfteten
, wasserführenden Turon abgeteuft . An anderen Stellen waren
derartige Projekte wegen starker Wasserzuflüsse gescheitert
. Geplant war ursprünglich eine Doppelschachtanlage mit Kokerei
, Benzol-und Ammoniakfabrik sowie Kohlenwäsche . Die Tages-Förderung
war mit 11.000 Tagestonnen geplant . Am 5.und 24.Mai wurden schwere
Luftangriffe auf Brambauer geflogen . Die Folge waren erhebliche
Schäden auf den Schachtanlagen, die Förderung war dadurch
sehr beeinträchtigt . Auf Schacht 4 wurde das neue Kesselhaus
, der Verschiebebahnhof und die Verladestelle schwer beschädigt
.Stabbrandbomben trafen die Bergehalde an der Elsa-Brandström-Straße.
Es dauert einige Monate , den dadurch ausgelösten Brand zu
löschen . Beträchtliche Schäden gab es auch an
der Ziegele i.Totalbeschädigt wurde das Maschinenhaus , die
Trockenanlage über dem Ofen und das Ofendach brannten vollständig
ab .In diesem Jahr starben bei verschiedenen Unfällen 12
Bergleute unter Tage .

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| 1944 |
Am 5 . Oktober
wurde der Wetterschacht 3 durch Brand-und Sprengbomben schwer
in Mitleidenschaft gezogen . Das Schachtgerüst , das Fördermaschinenhaus
, der Kamin , das Materiallager und das Kesselhaus wurden getroffen
und schwer beschädigt .Am 17.8. waren die Abteufarbeiten
an Schacht 4 beendet . Der Schacht hatte nun eine Teufe von 854,0
m.

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| 1945 |
Schwere Luftangriffe
am 8.und 17.März trafen wieder Schacht 4 am schwersten .
31 Sprengbomben beschädigten in großem Umfang die Schachthalle
, einen Kühlturm , die Gleisanlagen , das Schachtgerüst
und verschiedene Nebengebäude . War bei den vorherigen Angriffen
niemand zu Schaden gekommen , beklagte man am 17.März 2 Tote
, 3 Schwer - und 4 Leichtverletzte . Bis weit im Mai stand die
Schachtanlage völlig still . Kriegsbedingt , und der Mangel
an Holz und Material nach dem Zusammenbruch bewirkten ,daß
Min.Achenbach in diesem Jahr lediglich 705.000 t förderte
, und damit einen Tiefststand seit Jahren erreichte . In der Nacht
vom 3.auf den 4.April lag Brambauer unter schweren Artilleriefeuer
. Zahlreiche Zechenhäuser der Kolonien wurden getroffen ,
aber auch die Anlage 1/2 .Vier schwere Einschläge beschädigten
Hochdruckkesselanlage , Fördermaschine Schacht 2 , die Schmiede
und den Bahnhof , sowie die Koksdrückmaschine . Dabei wurde
auch die Dampfleitung beschädigt, so das wegen Dampfmangels
die Nachtschicht nicht ausfahren konnte . Einigen Bergleuten gelang
es , die Grube über die Fahrten zu verlassen , die meisten
wurden ab 9 Uhr, nach provisorischer Wiederherstellung der Dampfleitung
, über Schacht 1 zum Tage geholt . Am 4.April wurde Brambauer
von amerikanischen Truppen besetzt , am 5.April wurde die Zeche
von 20 amerikanischen Soldaten besetzt . Britische Truppen übernahmen
ab Juli die Besetzung . Die Leitung der Zeche wurde den englischen
Besatzern übertragen.
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| 1946 |
Zur Stammbelegschaft
kamen hinzugeworbene Arbeiter aus den Ostgebieten sowie aus Holstein
und Bayern . Der Bau des neuen Maschinenhauses wurde schon während
des Krieges mit der Aufstellung des AEG-Turbokompressors mit einer
Leistung von 70.000 cbm/h eingeleitet . Diese zuerst in einem
behelfsmäßigen Anbau untergebrachte Maschine konnte
jedoch erst am 4.Juli 1946 in Betrieb genommen werden .
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| 1947 |
Bei eineSchlagwetterexplosion
mit anschliessendem Grubenbrand im Flöz Röttgersbank
auf Schacht
1-2 wurden 9 Bergleute getötet. Im
November wurde die Verantwortung für Produktion und Verkauf
sämtlicher Zechen im Ruhrgebiet den Eigentümern zurück
gegeben . Gebrüder Stumm GmbH konnte somit wieder über
ihr Zechen-Eigentum verfügen .
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| 1948 |
Die schon
während des Krieges geplanten und vorgesehenen Kessel Nr.4
und Nr.5 wurden in Betrieb genommen . Da auch wegen des gestiegenen
Dampfbedarfs diese nicht ausreichten , wurden sofort die Kessel
Nr.6 und Nr.7 in Auftrag gegeben
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| 1949 |
Seit dem
Ende des Krieges wurden lediglich Schäden ausgebessert oder
repariert.In diesem Jahr aber begann man mit dem Bau einer Zentralwerkstatt
nach modernsten Gesichtspunkten und allen nötigen modernen
Maschinen .Alle Maschinen der Zeche konnten nun hier zentral repariert
werden . Inbetriebnahme der Rein-Benzolanlage.Man war nun in der
Lage Motorenbenzol , Benzol , Toluol und Xylol herzustellen .Bereits
im Jahr 1943 hatte man mit dem Bau der Anlage begonnen .Das Gebäude
konnte noch während des Krieges fertiggestellt werden , eine
Inbetriebnahme jedoch erfolgte nicht mehr , da die benötigten
Maschinen und Behälter nicht geliefert werden konnten .Bedingt
durch den nach dem Kriege herrschenden Materialmangel verzögerte
sich die Inbetriebnahme bis zum 1.November 1949 . Die Ruhrgas
AG als Abnehmer von Kokereigas forderte eine Reinigung der Gase
von Benzol und Naphtalin .Um dieser Forderung zu genügen,wurde
am 29.Dezember eine Hochdruckreinigung ihren Zweck übergeben.
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| 1950 |
Durch die
Verlagerung der gesamten Kokerei und Nebengewinnungsanlagen von
der nördlichen zur südlichen Seite des Betriebsgeländes
sowie der Vergrößerung des Betriebes war das Büro-und
Laborgebäude zu klein geworden . Ein modernes Büro-und
Laborgebäude wurde an dem neuen Eingang an der Elsa-Brandström-Straße
gebaut . In dem Gebäude war auch die Markenkontrolle untergebracht
. Im Anschluß an das Gebäude wurde die neue Waschkaue
gebaut . Um umständliche Fahrten über das gesamte Werksgelände
zu vermeiden , wurde an der Zechenstraße ein neuer Koks-Landabsatz
errichtet .Über eine 85 m lange Bandstraße wurde der
Koks zum Koksverladeturm transportiert .Um den ungenutzten , in
den Schwaden der Ammoniakfabrik enthaltenen Schwefelwasserstoff
zu gewinnen und der Produktion zuführen können , begann
man mit dem Bau einer Schwefelsäureanlage . Im November feierte
die Zeche den 50.Jahrestag der Förderaufnahme . In dieser
Zeit wurden über 52.000.000 t Steinkohle abgebaut .
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| 1951 |
Die Zentralwerkstatt
wurde fertiggestellt und ihrem Zweck übergeben .Die Halle
hatte die Maße 170 m lang , 30 m breit und 12 m hoch . Nun
war man in der Lage , Grubenstempel und Maschinen selbst zu reparieren
, und brauchte diese Arbeiten nicht mehr an Fremdfirmen abgeben
. Für viele Zechengesellschaften war der Bau der ZW richtungsweisend
, und sie wurde oft von Fachleuten besichtigt , die mit ähnlichen
Projekten bei ihren Gesellschaften beschäftigt waren . Im
Zuge der Montanmitbestimmung wurde Theodor Buch zum Arbeitsdirektor
gewählt . Im Juni 1951 wurde die Schwefelsäureanlage
in Betrieb genommen.
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| 1952 |
Der Ausbau
der Kohlenwäsche wurde abgeschlossen , und die Wäsche
in Betrieb genommen . Die Dampfkessel Nr.6 und Nr.7 wurden in
Betrieb genommen .Ebenfalls wurde ein 12.500 Kw Turbogenerator
für die Stromerzeugung angeschafft und in Betrieb gestellt
.Das Grubensicherheitswesen wurde neu organisiert und eine selbstständige
"Sicherheitsabteilung" gegründet .Die in den Jahren
vorher von den Markenkontrolleuren nebenher ausgeübte "Erste
Hilfe bei Unfällen" wurde durch hauptamtliche Heilgehilfen
, den sog." Heildienern" , übernommen . Der Bau
einer Koksofen-Halbbatterie bestehend aus 25 Öfen wurde am
17.März begonnen .
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| 1953 |
Die Kohlenwäsche
auf Schacht 4 ging in Betrieb . Für die Niederdrucklufterzeugung
geht ein Turbokompressor mit einer Leistung von 120.000 cbm/h
in Betrieb . In diesem Jahr starben bei Arbeitsunfällen 19
Bergleute . Die im Vorjahr in Angriff genommene Halbbatterie der
Kokerei wurde am 18.März in Betrieb genommen , nachdem diese
am 16.Januar angeheizt wurde . Mit der neuen Batterie wurden täglich
375 t Koks produziert . Direkt im Anschluß begann man mit
dem Bau der zweiten Halbbatterie . Am 12.Oktober konnte sie angeheizt
werden .Die Inbetriebnahme erfolgte im Jahr darauf .Nach 2-jähriger
Auffahrung treffen am 11.Juli 1953 die beiden 3,8 Km und 2,2 Km
langen Strecken aufeinander , die von Schacht 4 und Altünen
gegeneinander aufgefahren wurden , um den neuen Schacht 5 in Altlünen
an das Grubenfeld Minister Achenbach anzuschließen .
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| 1954 |
Am 6.Januar
wurde eine neue Halbbatterie der Kokerei in Betrieb genommen,
die zweite Halbbatterie ging Ende des Jahres in Produktion.Am
1.9. begann die Seilfahrt auf Schacht 5 .Die Pläne , in Alstedde
eine Großschachtanlage zu errichten wurden wieder fallen
gelassen , da die notwendigen Mittel nicht zur Verfügung
standen und die Qualität der dort abzubauenden Kohle ( Gasflammkohle)
sich zur Verkokung nicht eignete .Deshalb plante man als Absatzpunkt
unmittelbar am Steag-Kraftwerk in Lippholthausen einen Förderschacht
, um dort Kohle ohne Aufbereitung direkt an das Kraftwerk zu liefern
. Auch in diesem Jahr gab es 12 tödlich Verunglückte
auf Minister Achenbach .
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| 1955 |
Im Jahr 1955
beträgt die Zahl der Gesamtmitarbeiter 6615 MA , davon sind
702 MA Jugendliche .Eine Zahl , die vor -und nachher nie erreicht
wurde .7 Bergleute starben bei Ausübung ihres Berufes ..Eine
neue Schwefelsäureanlage wurde im März in Betrieb genommen
. Nun war man in der Lage , über den Eigenbedarf hinaus gewisse
Mengen Schwefelsäure zum Verkauf freizustellen .
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| 1956 |

Im Januar
wurden die Knappenheime an der Amselstraße fertiggestellt
und bezogen .Mit dem Bau war 1954 begonnen worden .Es standen
für unverheiratete Knappen 80 Schlafplätze zur Verfügung
.Die Verpflegung und Unterkunft kostete ca.130 D-Mark .Mit der
Zeche Minister Stein wurde eine Vereinbarung getroffen.Daraufhin
durfte die Dortmunder Zeche Untersuchungsstrecken ab der südlichen
Markscheide bis zum Sutanwechsel , in den Höhen - 360 bis
- 375 m NN auffahren .12 Bergleute verunglückten in diesem
Jahr bei ihrer Arbeit tödlich .
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| 1957 |
Zwischen
den Pachtfeld "an der Haard" und dem Grubenfeld "Ver.Minister
Achenbach durfte mit Genehmigung des Oberbergamtes Dortmund
vom 25.April der Markscheidesicherheitspfeiler abgebaut werden
.Nachdem schon zur Jahrhundertwende , den Anfangsjahren der Zeche
, italienische Bergleute auf Achenbach beschäftigt waren
, wurden im November 50 Bergleute aus Italien eingestellt .Nachdem
im Vorjahr noch 12 Bergleute starben , waren es in diesem Jahr
3 Kumpels , die tödlich Verunglückten .
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| 1958 |
Im Stumm-Hafen
am Datteln-Hamm-Kanal wird am 1.Juli der erste Kahn beladen .
Zum Einsatz kam ein Kran mit einer Hubkraft von 12 t , einer Höhe
von 23,80 m und einer Auslage von 22 m zum Einsatz . So konnten
2 nebeneinander liegende Kähne beladen werden . Nach 2-jähriger
Bauzeit wurde der Hafen fertiggestellt.Die Kailänge beträgt
665 m .In erster Linie wurde der Hafen zum Versand der Kohlen
von Min.Achenbach Schacht 4 und Zeche Waltrop
gebraucht , aber auch Öl und Bauxit für das Lippewerk
wurden dort umgeschlagen.War das vorherige Jahr bei Unfällen
recht günstig verlaufen , gab es in diesem Jahr wieder Rückschläge
. 9
Bergleute verunglückten in diesem Jahr tödlich bei Ausübung
ihres Berufes .
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| 1959 |
Zahlen der
Ausbildung auf Minister Achenbach :
122 Berglehrlinge
bestehen ihre Knappenprüfung ,46 davon mit Auszeichnung .
22 Knappen besuchen die Aufbauklasse , die Vorstufe der Bergschule
.137 Bergleute absolvieren erfolgreich ihre Hauerprüfung
. Im März sind Betriebratswahlen .Der Gesamtbetriebsrat sieht
so aus :von Schacht 1/2 Paul Beyer ,Günter Lüdeking
von Schacht 3/4 Wilhelm Plätz, Theodor Schroer von Schacht
5 Kurt Horn , Emil Krämer .
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| 1960 |
Im April
begann man etwa 1 Kilometer westlich der Hauptschachtanlage 1-2
mit dem Abteufen des Schachtes 7.Der Schacht sollte eine Endteufe
von ca.660 m haben und in erster Linie der besseren Wetterführung
dienen .Am 1.November 1960 wurden die Kopflampen für die
Belegschaft eingeführt , Am selben Tag waren auch die bis
dahin im Bergbau üblichen Messing-Fahrmarken für die
Arbeitszeiterfassung ausgemustert und durch Stempelkarten ersetzt
worden .
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| 1961 |
Das Oberbergamt
Dortmund verleiht den Besitzern von Achenbach
,der Gebrüder Stumm GmbH , das Bergeigentum über das
Steinkohlenfeld "Achenbach Erweiterung".Das
Feld hat eine Grösse von 84.135 Quadratmeter.Am 26.10.wird
die Gefäßförderung auf Schacht 6 - Friedrich Müller-Schacht
) in Betrieb genommen .Förderkapazität:3750 t /d . Mit
der Betreiberin des Kraftwerkes "Kellermann" , der STEAG
, wurden Grundstücke getauscht , damit der Schacht 6 an einem
geeigneten Platz geteuft werden konnte .Grund für das Teufen
war die Verbesserung der Wetterverhältnisse für das
Baufeld 3/4 sowie für das Grubenfeld Schacht 5 , und war
seitens der Bergbehörde gefordert worden .Schacht 6 war der
erste Förderschacht im Ruhrgebiet , der nach dem 2.Weltkrieg
in Betrieb genommen wurde . Der erste von den 1957 neuangelegten
italienischen Bergleute , Gino Petrasso , legte nach 3 1/2 Jahren
Gedingetätigkeit die Hauerprüfung ab . Ab dem 1.November
stellte die Lampenwirtschaft auf der Schachtanlage 1/2 und 5 auf
Kopflampen-Selbstbedienung um .Gleichzeitig wurde die Arbeitszeiterfassung
auf Stempelkarten umgestellt . Die bis dahin benutzten Schichtmarken
wurden durch Stempelkarten ersetzt .
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| 1962 |
Schacht 1
wird von der 4. zur 5. Sohle tiefer geteuft .Die Endteufe beträgt
1029,2 m .Das Füllort 5.Sohle wird bei 999,4 m angesetzt.Die
Leistung pro Mann und Schicht beträgt in diesem Jahr 2312
Kg , gegenüber 2173 Kg im Vorjahr .Abgänge in diesem
Jahr an Belegschaft :101 Mitarbeiter (MA) wegen Kontraktbruch
, 77 MA nach ordentlicher Kündigung seitens der Zeche , 251
MA nach eigener ordentlicher Kündigung , 113 MA auf Grund
von Invalidität , 15 MA durch Tod , 36 MA aus verschiedenen
anderen Gründen . Der Altersdurchschnitt der Grubenbelegschaft
beträgt 36,7 Jahre , der Übertagebelegschaft 38,9 Jahre
.Der Hauerdurchschnittlohn beträgt in diesem Jahr incl.aller
Leistungen 39 , 66 DM ( = ca.20,27 Euro ) pro Schicht .In diesem
Jahr werden für die Belegschaftsmitglieder 100 moderne Miet-Neubauwohnungen
mit Fernheizung zur Verfügung gestellt .Der Anteil der jugendlichen
Beschäftigten beträgt 226 Mitarbeiter .
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| 1963 |
Der gesamte
Bestand an Werkswohnungen/Häusern wird der neugegründeten"
Glück auf-Wohnungsbaugesellschaft" übertragen.
Bestand an
Werkswohnungen : 3649 Zecheneigene Werkswohnungen , 420 Mietwohnungen
anderer Siedlungsgesellschaften,1243 Glück-auf Mietwohnungen
, 314 Wohneinheiten in Glück-auf Eigenheimen , 42 WE in Eigenheimen
, die bereits übereignet waren .
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| 1964 |
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| 1965 |
Der
Schacht 2 bekommt auf seine gesamten Länge neue Einbauten
. Er wird bis - 988,7 m weiter geteuft . Auf der 4.Sohle wird
durch Hochbrechen eines Rieselkohlenbunkers die Vorraussetzung
für die Gefäßförderung geschaffen .
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| 1966 |
Die
Tagesanlagen Schacht 5 werden stillgelegt .Im gesamten Revier
werden Feierschichten verfahren , auf manchen Zechen bis zu 14
Schichten . Auf den 3 Anlagen 1/2 , 3/4 und 5/6 von Minister Achenbach
sind es jeweils 10 Feierschichten im Zeitraum 14.3.-30.9.1966
. Die IGBE schickt einen "Brandbrief" an Bundestagsabgeordnete
, und rechnet diesen vor , das Bergleute die verheiratet sind
und 2 Kinder haben , teilweise weniger Geld im Monat durch Arbeit
bekommen, als sie vom Sozialamt bekämen .
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| 1967 |
Über
Schacht 2 wird das neue Fördergerüst errichtet . Ausserdem
wird die Bandbrücke vom Schacht 2 zur Kohlenwäsche errichtet
. Die Dampffördermaschine von Schacht 2 wird durch eine leistungsstärkere
, elektrische Fördermaschine ersetzt . Die Richtstrecke auf
der 4.Sohle von Schacht 1 nach Schacht 4 wird im Oktober durchschlägig
.
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| 1968 |
Ein
weiteres schweres Grubenunglück trifft Achenbach und Brambauer
.
Am frühen Morgen des 4.Oktober erschüttert eine Schlagwetter-Explosion
das Bergwerk . 15 Bergleute der Nachtschicht sind sofort tot ,
2 Schwerstverletzte werden noch geborgen und in Krankenhäuser
eingeliefert , sterben aber später an ihren Verletzungen
. Schacht 2 wird Zentralförderschacht . Auf Schacht
4 wird am 19.8.die Förderung eingestellt und das Baufeld
für 8 Jahre stillgelegt . Der Schacht bleibt Seilfahrtschacht
und wird Sitz der Betriebsführerabteilung 5/6.
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| 1969 |
Im
Oktober beginnt die Auffahrung eines Bandberges von der 5.Sohle
zur 4.Sohle .Damit soll eine Förderverbindung zwischen diesen
beiden Sohlen hergestellt werden .Das Bergwerk Minister
Achenbach wird in die neugegründete Ruhrkohle
AG ( R A G ) eingebracht , und gehört zur Gruppe
der Bergbau AG ( BAG ) Dortmund . Die Direktion
der Gebrüder Stumm GmbH wechselt zur neuen Stumm-Direktion
nach Essen-Bredeney , ein Teil der Angestellten geht mit nach
Essen , der andere Teil geht nach Dortmund zur Hauptverwaltung
der neuen BAG Dortmund .
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| 1970 |
Am
1.Mai übernahm Karl-Heinz Zilligen die Leitung des Bergwerks
und wurde Nachfolger von Kurt Reinke . Nachdem das Bergwerk an
das Kraftwerk der Steag angeschlossen war , wurde die eigene Stromerzeugung
ausser Betrieb gesetzt . Im Oktober wurde auf Schacht 4 die Dampf-Fördermaschine
durch eine elektrische Fördermaschine ersetzt .
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| 1971 |
Im
stillgelegten Grubenfeld 3 / 4 wurde vorzeitig wieder der Abbau
aufgenommen .Grund war die Stillegung des Bergwerks Germania in
Dortmund-Marten und die Aufnahme vieler Mitarbeiter .Diese wurden
auf der Schachachtanlage 3 / 4 eingesetzt . Ältere Achenbacher
scheideten über den Sozialplan "Germania " aus
.
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| 1972 |
Die
Zeche Emscher-Lippe in Datteln wurde stillgelegt , viele freiwerdende
Mitarbeiter dieser Zeche wurden nach Minister Achenbach verlegt
.Der Bandberg 1.zwischen der 4.und 5.Sohle wurde am 30.5. in Betrieb
genommen. Eine Werksärztliche Dienststelle wurde eingerichtet.
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| 1973
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Das
Bergwerk Victor Ickern in Castrop-Rauxel wurde zum 30.September
geschlossen . Ein Teil des Grubenfeldes , das Baufeld Ickern 3
, wurde ab 1.10. dem Bergwerk ZMA angegliedert .1184 Mitarbeiter
von Victor Ickern wurden nach ZMA verlegt . Insgesamt
waren in diesem Jahr 331 Jugendliche im Ausbildungsverhältnis
. Die Wohnheime der Zeche hatten eine Kapazität von 616 Betten
, von denen 399 belegt waren . Auf Schacht 1/2 wurde die neue
Schwarz/Weiß-Kaue ihrer Bestimmung übergeben .
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| 1974 |
Die
veralteten Kesselhäuser auf Min.Achenbach
1/2 und 3/4 wurden stillgelegt .Die Energiewirtschaft des Bergwerkes
wurde auf Fremdstrom umgestellt , sowie auf mit Öl und Grubengas
beschickte Kessel für Heizungen und Badewasserbereitung .Bei
einem Streckenbruch auf Schacht 4 am 11.06.wurde ein Steiger einer
Bergbauspezialfirma getötet , 3 eingeschlossene Bergleute
wurden 1 Tag später verletzt über ein schnell aufgefahrenes
Rettungsaufhauen gerettet .Das Unglück ereignete sich im
Flöz Robert in der 4.westl Abteilung der 4.Sohle.
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| 1975 |
Ein
neuer Rohkohlenbunker wurde am 1.Jan. in Betrieb genommen . Der
Bunker hatte ein Fassungsvermögen von rund 3200 t . Der Dampflokbetrieb
wurde eingestellt , im Einsatz waren nur noch Diesel-Loks . Im
Dezember wurde der Stummhafen incl.aller Gleisanlagen vom Lippe-Werk
übernommen . Auf Schacht 1/2 ging die neue Dampferzeugungsanlage
in Betrieb , und ersetzte die technisch überholte Anlage
aus dem Jahr 1939 . Diese Anlage erzeugt den Dampf für 2
Fördermaschinen , versorgte die Kauen mit Warmwasser , war
für die Beheizung des Verwaltungsgebäudes zuständig
und gab Fernwärme ab für mehrere Großgärtnereien
, einer Kirche und einer Schule sowie dem Krankenhaus in Brambauer
.Gebaut wurde diese Anlage von der Firma Mannesmann .Eine ähnliche
Anlage wurde auf Schacht 4 gleichzeitig in Betrieb genommen .
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| 1976 |
Das
Gesundheitshaus auf der Schachtanlage 1/2 wurde am 10.12. eingeweiht
. Auf Schacht 5 begann der erste Aufklärungsabbau im Flöz
Zollverein 3 , östl.Hauptabteilung .
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| 1977 |
Am
31.12.wurde die Förderung auf Schacht 6 eingestellt . Schacht
2 übernahm ab Januar über eine Verbundstrecke auf der
4.Sohle die Förderung von Schacht 6 .
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| 1978 |
Mit
der Zeche Waltrop wurde eine gemeinsame Werksdirektion gebildet
. Ein Teil der freigestellten Mitarbeiter von Waltrop wurden nach
Min.Achenbach verlegt .Politiker aus Island besichtigten einen
vollmechanisierten Abbaubetrieb , und waren beeindruckt .
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| 1979 |
Monatlich verliessen die Zeche etwa 200.000 t Waschberge per LKW
mangels Haldenkapazität auf Schacht 1/2 . Nach Schacht 4 wurden
täglich 2000 t quer durch den Ort gefahren und abgekippt, worüber
sich die Brambauer Bevölkerung nicht gerade freute . Besserung
wurde für 1981 versprochen , da die Waschberge dann über
das Zechengelände zur neuen Bergehalde an der Königsheide
gefahren und abgekippt wurden . |
| 1980 |
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Mitarbeiter
der stillgelegten Zeche Hansa in Dortmund-Huckarde wurden zur
Zeche Minister Achenbach verlegt . Am 31.Oktober wurde die 100.Millionste
Tonne Kohle auf Minister Achenbach gefördert , einen Tag
später , am 1.11. feierte man zum 80. Mal die Aufnahme der
Kohlenförderung .
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| 1981 |
Der Weihbischof von Paderborn , Hans Leo Drewes , besuchte die
Zeche und informierte sich . Besonderes Augenmerk und Interesse
widmete er der Ausbildung .
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| 1982 |
Bei
einem Streb/Streckenbruch im Flöz Röttgersbank der Betriebsführerabteilung
Ickern 3 kamen insgesamt 3 Bergleute ums Leben , 2 weitere wurden
schwer verletzt .Nach 21 Jahren hatten sie schon ausgedient .
Am 1.April wurde die Stechkarte Konzernweit abgeschafft , und
somit auch auf Minister Achenbach , und durch das ASTIS-System
( Arbeitszeit-und Stammdatenerfasssungs-und Informationssystem
) ersetzt .
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| 1983 |
Ebenfalls auf Ickern 3 starben 3 Blindschachthauer , als sie mit
dem Förderkorb im Blindschacht abstürzten . Ab dem 15.3.
begann man mit dem Tieferteufen Schacht 7, von der 3.zur 5.Sohle
. Auf Schacht 4 , 4.Sohle wurde eine automatische Wasserhaltung
in Betrieb genommen .Von der Grubenwarte auf Schacht 1/2 konnte
die Anlage gesteuert werden , sowie alle Daten der Anlage abgerufen
werden . Für das Projekt wurden 2,5 Mio.DM investiert . Der
langjährige PS-Direktor Heinz Tafel verließ das Bergwerk
und ging in den Ruhestand , sein Nachfolger wurde Heinz Müller
.
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| 1984 |
Im
ersten Halbjahr wurden 6 Feierschichten verfahren . Im Oktober
ging der dienstälteste Ausbildungsleiter der RAG , KurtLeupold
, in den Ruhestand .In den 20 Jahren seiner Leitung wurden auf
Achenbach 2500 Bergleute ausgebildet . Bürgermeister Harzer
der Stadt Lünen hielt die Laudatio .
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| 1985 |
Von
der 5.Sohle wurde der Bandberg 2 zur 6.Sohle aufgefahren . In
der 3.westl.Abteilung der 4.Sohle auf Schacht 4 richteten sich
Auszubildende im Flöz Röttgersbank ein eigenes Kohlen-Abbau-Revier
ein .
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| 1986 |
Die
Vorrichtungsarbeiten auf der 6.Sohle wurden eingestellt . Die
geplanten 10.100 Tagestonnen Förderung wurden nicht erreicht,
und lagen mit 8.266 Tonnen ca.um 20 % unter dem Soll . Gerüchte
kursierten , das Werksdirektor Zilligen aufgrund der schlechten
Ergebnisse abgelöst werden sollte , steltlen sich aber als
falsch heraus . Am 1.9. begannen 185 Azubis ihre Ausbildung auf
Minister Achenbach . Aufgrund eines Bedienungsfehlers des Fördermaschinisten
wurde im Dezember ein Skip-Gefäß in den Sumpf Schacht
2 , das Gegen-Skip in den Turm "gefahren" . Wegen der
Reparaturarbeiten fielen 3 Schichten aus . 2 Schichten wurden
noch im Dezember nachgeholt , die 3.Schicht im Januar .
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| 1987 |
Im Ostfeld
wurden die Vorrichtungsarbeiten auf der 5.Sohle eingestellt .
Das Bergwerk Minister Stein in Dortmund-Eving wurde geschlossen.Ein
Teil der Belegschaft wurde von Min.Achenbach aufgenommen . Am
15.7. legten 3000 Bergleute die Arbeit nieder und versammelten
sich für einen anschliessenden Protestmarsch durch Brambauer
. Mit dieser Aktion wollte man den Zorn über die Hinhaltetaktik
der Kohl-Regierung zum Ausdruck bringen .
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| 1988 |
Das
Baufeld Ickern wurde stillgelegt . Die Vorbereitungen für
die Erschliessung des Kernfeldes wurden auf der 5.Sohle im Westfeld
begonnen . Die Frischwetterachse und die Abwetterachse wurden
angesetzt . Durch Abbaueinwirkungen von Zollverein 7 wurde der
Sprengstoffraum auf der 3.Sohle , Schacht 5 , zusammengedrückt
. Ersatz wurde auf der 4.Sohle in einem ehemaligen Lokschuppen
eingerichtet .Am 30.9.ging Bergwerksdirektor Karl-Heinz Zilligen
in den Ruhestand , sein Nachfolger wurde Dr.Rolf Zeppenfeld .
Zwei Grubenwehrtrupps von Minister Achenbach unterstützen
die Rettungsarbeiten bei der schweren Kohlenstaubexplosion auf
der Grube Stolzenbach in Borken / Hessen .
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| 1989 |
Durch
Abbaueinwirkúngen von Flöz Wilhelm wurde der Sprengstoffraum
auf Schacht 1/2 zusammengedrückt .Als Ersatz baute ,man ein
Sprengstofflager in die Bergehalde 1/2 .Die Kosten dafür
betrugen rd.250.000 DM .Vorher war Sprengstoffraum unter Tage
in der Nähe von Schacht 7 geplant . Hier hätten die
Kosten 750.000 DM betragen , und die Herstellungszeit hätte
entschieden länger gedauert .Erste
Verlegungsmassnahmen : Mitarbeiter wurden wohnortbezogen
(aus Datteln,Recklinghausen,Oer-Erkenschwick ) zum Bergwerk Haard
verlegt . Am 31.Januar wurde der Abbau im Ostfeld eingestellt
. Die Führung und Mannschaft des letzten Kohlenrevieres ging
geschlossen zum Westfeld und übernahm einen neuen Aubbaubetrieb
im Kernfeld . Schacht 3 in Brambauer wurde verfüllt und das
Fördergerüst abgerissen .
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| 1990 |
Das
neue Sprengstofflager in der Bergehalde Schacht 1/2 wurde in Berieb
genommen , das alte Lager auf der 4.Sohle aufgelöst . Der
Wetterschacht Ickern 4 in Waltrop wurde verfüllt , ebenfalls
Schacht 4 in Brambauer , die Schächte 5 in Alstedde und 6
in Lippholthausen .
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| 1991 |
Im
November wurde das Ergebnis der sog.Kohlerunde bekannt . Die Stillegung
für das Bergwerk Minister Achenbach zog man auf den 30.Juni
1992 vor .
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| 1992 |
Nach
92 Jahren ging die Geschichte des Bergwerks Minister Achenbach
zu Ende . Am 30.Juni 1992 wurde die letzte Kohle auf dem Bergwerk
gefördert . Ab dem 1.Juli wurden die verbliebenen Mitarbeiter
entweder zu anderen Bergwerken verlegt ,oder gingen in den Vorruhestand
. Einige blieben noch für ein paar Monate auf ZMA , um hochwertige
Maschinen und Anlagen zu rauben , sowie die restlichen Schächte
zu verfüllen .
Ab Ende des Jahres
wurden die Schächte 1 und 2 , Schacht 7 und Ickern 3 verfüllt
. |
| |
Die
Zeittafel wird ständig bis zum Jahr 1992 erweitert , ergänzt
und aktualisiert , im Moment werden weitere Daten und Ereignisse
von mir im Landesarchiv Münster recherchiert .
Aktualisiert
zuletzt 17.Oktober 2009 |
Der
Namensgeber

Heinrich
von Achenbach 1829-1899
Die
Zeche Minister Achenbach wurde nach dem preußischen
Minister für Handel-, Gewerbe- und öffentliche Arbeiten, Heinrich
Karl Julius von Achenbach, benannt. Heinrich von Achenbach wurde am
23.November 1829 in Saarbrücken geboren. Er studierte Rechtswissenschaft
in Bonn und Berlin und promovierte 1854. Anschließend war er als
Justitiar für das Oberbergamt in Bonn tätig. 1860 wurde v.
Achenbach an der Bonner Universität außerordentlicher Professor.
Gemeinsam mit Hermann Brassert gründete er 1860 die“ Zeitschrift
für Bergrecht„, die kurz darauf schon das führende Fachblatt
war, und sowohl höchste nationale und internationale Anerkennung
fand .Im Jahr 1866 wurde Heinrich von Achenbach „Geheimer Bergrat“.
Als Mitglied im preußischen Abgeordnetenhaus wechselte er 1872
in die Politik und ging nach Berlin. Seine erste Tätigkeit war
Unterstaatssekretär im Kultusministerium. Ein Jahr später,
1873, wurde von Achenbach zum preußischen Minister für Handel-,
Gewerbe –und öffentliche Arbeiten ernannt, und war u.a. auch für
den Bergbau zuständig. 1878 trat er von diesem Ministeramt zurück,
und wurde anschließend zum Oberpräsidenten von Westpreußen
ernannt, ein Jahr später zum Oberpräsidenten von Brandenburg.
Heinrich von Achenbach war auch Mitbegründer der freikonservativen
Partei, und Abgeordneter für den Siegener Wahlkreis im preußischen
Abgeordnetenhaus. Zahlreich Beiträge zur Geschichte Siegens und
des Siegerlandes wurden von Ihm verfasst und veröffentlicht. 1887
wurde er Ehrenbürger der Stadt Siegen. Er starb am 18.Juli 1899
in Potsdam.
Aufgrund
seiner großen Verdienste für den deutschen Bergbau wurde
das Bergwerk “Minister Achenbach“ in Lünen–Brambauer
von seinen Gründern nach ihm benannt.
|
Beschreibung der beiden Steinkohlenbergwerke
Friede und Minister Achenbach bei Dortmund aus dem Jahre 1872
Von F.Trippe , Königlicher Bergassessor
beim Königlichen Oberbergamt zu Dortmund
Die aneinander grenzenden Steinkohlenbergwerke Friede
und Minister Achenbach , welche dem Ruhrkohlenbecken angehören ,
liegen etwa 10 Kilometer nördlich von der Stadt Dortmund im Oberbergamtsbezirk
Dortmund und in den Gemeinden Mengede , Schwieringhausen , Brechten ,
Holthausen , Lippholthausen , Meininghausen und Waltrop .
Die Berechtsame der wie ein zusammenhängendes erscheinenden
beiden Bergwerksfelder markscheidet im Norden mit den Bergwerken Stempel
und Ickern , im Osten mit Victoria , im Süden mit Preußen(früher
Nordsee),Minister Stein und Fürst Hardenberg , im Westen mit Adolph
von Hansemann .
Das Bergwerkseigentum von Friede und Minister Achenbach
besteht aus neun nach dem Allgemeinen Preußischen Berggesetz vom
24.Juni 1865 vergleichbaren Maximalfeldern , welche aufgrund von Bohrungen
verliehen wurden.
Dieses gesamte , ein abgerundetes Ganzes bildende Bergwerkseigentum
zählt somit zu den größten zusammenliegenden Grubenkomplexen
des Niederrheinisch-Westfälischen Steinkohlebeckens .
Das durch neun Bohrlöcher erbohrte Steinkohlengebirge
wird zunächst von Alluvium (Lehm , Sand ,Fließ ) und danach
vom Kreidemergel in einer Mächtigkeit von 226 m im Bohrloch Gretchen
und von 429 m im Bohrloch Helene überdeckt.In der Mitte der beiden
Felder wird demnach das Deckgebirge 350 bis 380 m haben .Um in den Feldern
Friede /Minister Achenbach die zu erwartenden Flözablagerungen zu
ermitteln , ist es notwendig , die in den westlich und südlich markscheidenden
Feldern (Victor,Erin,Adolph von Hansemann,Graf Schwerin,Hansa , Fürst
Hardenberg und Minister Stein) erfolgten Aufschlüsse zu berücksichtigen
.In diesen Gruben ist das Steinkohlengebirge durch mehrere Hauptstörungen
verworfen.Die Bickefelder Störung (Verwurfshöhe etwa 750 m)
wird voraussichtlich an der westlichen Markscheide von Friede entlang
nach Norden verlaufen.Östlich vom Bickefelder Sprung sind querschlägige
Störungen von Bedeutung nicht bekannt.
Da auf der ganzen Längenerstreckung von Friede/Minister
Achenbach von Süden her keine Sprünge zustreichen , ist als
unzweifelhaft anzusehen , das beide Felder von größeren Sprüngen
frei sind .An der südlichen Markscheide von Friede/Minister Achenbach
tritt die bekannte Sutan-Überschiebung auf.Sie ist durch die Grubenbaue
der Zeche Graf Schwerin genau untersucht worden .Sie tritt fast geradlinig
mit großer Energie in der Nähe des Wattenscheider Sattels auf
.Bei einem südlichen Einfallen hat sie auf Graf Schwerin 780 m bis
800 m.Es ist zu erwarten , daß im Felde Friede/Minister Achenbach
die Gebirgsverschiebung abnimmt und nur noch ca.500 m beträgt.
Außer der Sutan-Überschiebung streicht von
Westen her keine andere Überschiebung auf Friede/Minister Achenbach
zu . Es ist im höchsten Maß wahrscheinlich , das dieses ganze
, fast 20 Millionen Quadratmeter umfassende Feld so gut wie frei von nennenswerten
Störungen sein wird .
Die Lage von Friede/Minister Achenbach zu den großen
Gebirgsfaltungen des Ruhrkohlenbeckens ist unschwer zu finden .Das Tiefste
der Essener Mulde ist in der westlich von Zeche Erin liegenden Zeche Mont
Cenis durchfahren worden .Das Tiefste steht auch fest im Felde Erin und
im Felde Adolph von Hansemann . Es ist unzweifelhaft , daß die Essener
Mulde mitten auf Friede zustreicht und sowohl Friede wie Minister Achenbach
der Länge nach parallel zur nördlichen und südlichen Markscheide
durchzieht .Das Feld von Friede/Minister Achenbach füllt wahrscheinlich
auf seiner Längenerstreckung von ca. 6.900 m die ganze Breite der
Essener Mulde aus . Um zu bestimmen , welche Flözhorizonte innerhalb
von Friede/Minister Achenbach anzutreffen sind , müssen die Aufschlüsse
der Zechen Minister Stein,Fürst Hardenberg , Hansa , Westhausen ,
Zollern und Dorstfeld in Rücksicht gezogen werden .Aufgrund dieser
Erkenntnisse ist wahrscheinlich , das auf Friede / Minister Achenbach
fast sämtliche Gasflammkohlenflöze und darunter die Gaskohlengruppe
anzutreffen sind . In größeren Teufen werden darunter die Fett-,Eß-
und Magerkohlen des Ruhrbeckens folgen .Nach den Verhältnissen der
Vergleichszechen zu urteilen , werden über der ersten Bausohle etwa
17 bauwürdige Flöze der Gasflammkohle und Gaskohle bis Flöz
Catharina auf Friede/Minister Achenbach anzutreffen sein .
Falls sich diese 17 Flöze als bauwürdig erweisen
sollten , ist mit einem Volumen von etwa 27 Millionen Tonnen Kohle zu
rechnen.Bei einer Jahresproduktion von 750.000 Tonnen würde dieser
Vorrat 37 Jahre vorhalten .Erst nach einigen Menschenaltern brauchten
die darunter liegenden Fett- , Eß - und Magerkohlenflöze in
Angriff genommen werden .
Das Feld Friede/Minister Achenbach bildet ein so günstig
gestrecktes Ganzes wie kaum ein zweites Grubenfeld in Westfalen .In Anbetracht
dessen sind für das ganze Feld zwei leistungsfähige Schachtanlagen
erforderlich .Die für den zukünftigen Grubenbetrieb günstigste
Lage dieser Schachtanlagen ist im Tiefsten der Essener Mulde anzusehen
.Auf jeder der beiden Schachtanlagen muß entweder ein Zwillingsschacht
niedergebracht oder ein Schacht von so großem Durchmesser abgeteuft
werden , daß vier Förderkörbe darin Platz finden .Die
Schächte werden bei einer Teufe von 350 m das Steinkohlengebirge
erreichen .Bei 370 m wäre die Wettersohle und bei 490 m die erste
Bausohle anzusetzen.
Es ist anzunehmen , daß beim Schachtteufen größere
Wasserzuflüsse nicht auftreten werden .Indessen wird es richtig sein
, auf stärkere Wasserzuflüsse beim Abteufen von vornherein vorbereitet
zu sein .Der südöstlich von Friede/Minister Achenbach vor kurzem
niedergebrachte Schacht Monopol , welcher eine Mergeldecke von 400 m zu
durchteufen hatte , ist ohne nennenswerte Wasserzuflüsse niedergebracht
worden ,bei einem Kostenaufwand von noch nicht 300.000 Mark.Dagegen hatte
der westlich von Friede gelegene Schacht 2 der Zeche Adolph von Hansemann
mit aussergewöhnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen .Er kostete
rund 800.000 Mark .
Zur Inbetriebsetzung von Friede/Minister Achenbach wäre
als erstes eine Eisenbahnanbindung an den etwa 4 Kilometer entfernten
Bahnhof Mengede der Köln -Mindener-Eisenbahn erforderlich .Da der
in Angriff genommene Dortmund-Ems-Kanal in Nähe der geplanten Schachtanlage
vorbeiführen wird , erscheint es ratsam hier für Friede/Minister
Achenbach einen Kohlehafen anzulegen .Die neue Zeche könnte mittels
des Wasserweges in die allgemeine Konkurrenz am Kohlenmarkt bestehen .Ein
weiterer günstiger Umstand ist , daß der Ruhrkohlenmarkt z.Z.mit
Fett-und Kokskohle überladen ist , dagegen Gas-und Gasflammkohle
leichter absetzbar ist . Hinzu kommt , daß in Zukunft eine Verminderung
des Angebotes dieser Kohlensorte wahrscheinlich erscheint , da die in
Betrieb befindlichen Gas-und Gasflammkohlenzechen in größeren
Teufen zur Förderung von Fettkohle übergehen müssen.
Was die gesamten Kosten für zwei neue Schachtanlagen
für Friede/Minister Achenbach betrifft , so sind dieselben genau
nicht anzugeben .Im Rückblick auf ähnliche Anlagen und mit Rücksicht
auf die technischen Fortschritte der neueren Zeit dürften für
die Gesamtkosten bis zur Erzielung der ersten Ausbeute für beide
Anlagen zusammen nicht über 7 bis 7,5 Millionen Mark zu veranschlagen
sein.Die Selbstkosten unserer Westfälischen Gas -und Gasflammkohlenzechen
betragen einschliesslich Verzinsung und Amortisation etwa 6 Mark pro Tonne
, der erzielte Verkaufspreis 8 Mark pro Tonne . Bei einem Reingewinn von
2 Mark je Tonne und einer Förderung von 750.000 bis 1.000.000 Tonnen
jährlich auf Friede/Minister Achenbach würde ein Jahresverdienst
von 1,5 -2 Millionen Mark in Aussicht stehen .
Wenn ich mich nun zu dem gegenwärtigen Wert des Feldes
Friede/Minister Achenbach äußern soll , so scheint es mit gewagt
zu sein , denselben nach dem Kapitalwert der in Aussicht stehenden Ausbeute
zu berechnen .Es scheint mir daher sinnvoller , mich nach dem vor 18 Monaten
erfolgten Ankauf des Feldes Nordhausen durch die Aktiengesellschaft Hibernia
zu richten . Letzteres Feld hat eine Größe von 4 Maximalfeldern
, enthält nur Fettkohlenpartien und ist für 2 Millionen Mark
verkauft worden .Friede/Minister Achenbach ist mit 9 Maximalfeldern mehr
als doppelt so groß und enthält wertvollere Gas-und Gasflammkohlenflöze
. Hiernach glaube ich , den Wert der beiden Felder Friede und Minister
Achenbach mit 4 Millionen Mark angeben zu können.
Dortmund , den 24.September 1872
gez.F.Trippe
Königlicher Bergassessor beim Königlichen Oberbergamt
zu Dortmund
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